Polizeibeamte riegeln die Schrebergarten-Anlage nahe der Schiersteiner Brücke ab. (Foto: SWR, Daniel Brusch)

Nach Unfall auf Schiersteiner Brücke

Mainzer Polizei stellt Suche nach flüchtigen Geldautomaten-Sprengern ein

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Nach dem spektakulären Unfall auf der Schiersteiner Brücke fahndete die Polizei mit einem Großaufgebot nach Insassen des Fluchtautos - erfolglos. Mittlerweile steht fest: Die Nummernschilder des Autos waren gestohlen.

Ein großes Schrebergarten-Gebiet zwischen Mainz-Mombach und Budenheim war umstellt worden, über 100 Kräfte seien im Einsatz gewesen, so die Polizei. An jedem Feldweg standen demnach schwerbewaffnete Spezialkräfte. Die Polizei war mit Geländemaschinen im sogenannten Unterfeld unterwegs und durchkämmte jeden Winkel, allerdings ohne Ergebnis.

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Täter in der Nähe versteckt?

Natürlich könne es sein, dass die Täter irgendwo noch ein zweites Fahrzeug in der Hinterhand hatten oder dass sie abgeholt wurden, sagt Rinaldo Roberto von der Mainzer Polizei. Vermutlich handele es sich um drei Täter. Es bestand aber die Vermutung, dass sich die Flüchtigen in einer Gartenhütte auf dem weitläufigen Areal versteckt hatten.

Gefährlichkeit der Räuber unklar

Ob die mutmaßlichen Geldautomaten-Sprenger gefährlich seien, könne man nicht sagen, so Roberto: "Die Täter sind vor allem gefährlich für die Geldautomaten." Aber man habe auch nicht ausschließen können, dass sie bewaffnet sind. Alle Einsatzkräfte waren deshalb mit Helmen und Maschinenpistolen ausgerüstet und trugen schusssichere Westen.

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Nummernschilder von Fluchtauto waren gestohlen

Das stark beschädigte Auto ließen die Täter auf der Brücke stehen und flüchteten vermutlich zu Fuß weiter. Der Wagen wurde ausgiebig untersucht und sichergestellt. Danach wurde er zur Polizei in Hessen gebracht, wo er weiter kriminaltechnisch untersucht wird. Die Nummernschilder waren laut Polizei gestohlen. Ob das Auto auch gestohlen war, ist noch nicht bekannt.

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