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Bundesweit demonstrierten heute Studierende für finanzielle Unterstützung in der Corona-Krise, darunter auch in Mainz vor dem Abgeordnetenhaus. Viele haben ihre Jobs verloren.

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Die Studierendenvertretungen kritisieren, dass die vom Staat bereitgestellte Hilfe nicht ausreichend sei. Schätzungsweise rund 750.000 Studierende hätten wegen der Corona-Pandemie ihre Jobs verloren. Die Studierendenvertretungen forderten deshalb schnelle, unbürokratische Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Das Bundesbildungsministerium hat Überbrückungshilfen in Höhe von maximal 500 Euro monatlich angekündigt. Studierende mit finanziellen Problemen könnten bei ihrem Studierendenwerk einen Kredit für Juni bis August beantragen. Sie müssen nur das Geld, aber keine Zinsen zurückzahlen. Genau deshalb befürchten die Studierendenvertreter die Verschuldung vieler Studenten, und fordern angemessene Hilfen, die nicht zurückgezahlt werden müssen. "Von 500 Euro im Monat kann mal als Studi nicht leben. Das ist schlicht und ergreifend nicht darstellbar", sagte Johannes Maurer vom AStA der Uni Mainz zu dem Plan des Ministeriums.

Trierer Studentin musste aus Geldnot umziehen

Auch nach Ansicht der Trierer Lehramtsstudentin Pia Schumacher ist die Überbrückungshilfe keine echte Hilfe, weil sie das Geld komplett zurückzahlen muss. Sie hat wegen Corona ihren Nebenjob in der Gastronomie verloren. Da sie ihre bisherige Miete nun nicht mehr stemmen kann, hat sie sich ein günstigeres WG-Zimmer gesucht. "Es ist natürlich schade, meine Wohnung hinter mir zu lassen, aber das wird schon", sagte sie.

Außerdem forderten die Protestierenden in Mainz von der Landesregierung, dass das aktuelle Semester nicht zur Regelstudienzeit gezählt wird. Es sei derzeit kaum eine normale Lehre möglich, sagte Lehramtsstudent Jan Paulus.

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