Die Stadtverwaltung Bingen hat den Park am Mäuseturm aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Bombe, die im hessischen Rüdesheim gefunden wurde, soll am Donnerstag kontrolliert gesprengt werden. (Foto: SWR)

Sperrung in Bingen aufgehoben

Fliegerbombe in Rüdesheim problemlos gesprengt

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Katja Jorwitz

In Rüdesheim am Rhein (Rheingau-Taunus-Kreis) ist eine Fliegerbombe kontrolliert gesprengt worden. Auto-, Bahn- und Schiffsverkehr mussten kurzzeitig gestoppt werden.

Um 12:02 Uhr meldeten die Verantwortlichen: Die Bombe wurde wie geplant gesprengt. Dann prüften die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes, ob es gefährliche Rückstände von der Bombe gibt. Da dies nicht der Fall war, konnten um 12:20 Uhr alle Sperrungen aufgehoben werden.

Zwei Fliegerbomben am Dienstag entschärft

Am Dienstag waren insgesamt drei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe des Jagdschlosses Niederwald in Rüdesheim gefunden worden. Zwei davon konnten innerhalb kurzer Zeit entschärft werden. Die dritte ließ sich laut Polizei jedoch nicht entschärfen, weil der Zünder festgerostet war. Deswegen musste die Bombe gesprengt werden.

Behinderungen links und rechts des Rheins

Die Absperr- und Sicherungsmaßnahmen hatten vor allem auf der hessischen Rheinseite für Behinderungen gesorgt. So musste nach Angaben von Kreisbrandmeister Michael Ehresmann die B42 in diesem Bereich voll gesperrt werden. Auch der Bahnverkehr, die Schifffahrt auf dem Rhein und der Luftverkehr wurden vorübergehend gestoppt.

Binger Rheinufer gesperrt

Die Einschränkungen reichten auch bis über den Rhein nach Bingen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Park am Mäuseturm bereits am Mittwochabend gesperrt. Weitere Evakuierungen und Sperrungen auf rheinland-pfälzischer Seite gab es laut Ehresmann nicht. Auch die Fähre Bingen-Rüdesheim blieb in Betrieb.

Der kommunale Vollzugsdienst bewacht den Eingang zum Park am Mäuseturm in Bingen.  (Foto: SWR)
Der kommunale Vollzugsdienst bewacht den Eingang zum Park am Mäuseturm in Bingen.

Rund 20 Schaulustige hatten sich am Rande des Parks am Binger Rheinufer versammelt, um die Bombensprengung zu verfolgen. Es sei aber kaum etwas zu hören gewesen. Lediglich ein bisschen Rauch habe man auf der anderen Rheinseite gesehen, so ein Augenzeuge.

Außergewöhnlicher Einsatz für Polizei und Feuerwehr

Die 125-Kilogramm-Bombe lag laut Polizei in einem felsigen Waldgebiet unterhalb des Jagdschlosses Niederwald. Experten des Kampfmittelräumdienstes gingen davon aus, dass sich der Druck der Detonation nicht zum Boden, sondern in die Luft und Richtung Rhein abbauen würde. Um diesen Druck zu dämpfen, war die Bombe zuvor mit 20 Tonnen Sand und einer Blase mit 23.000 Litern Wasser abgedeckt worden

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