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Stichwort: Wie funktionieren mRNA-Impfstoffe? (Stand 4.11.2020) Klassische Impfstoffe enthalten meist abgeschwächte Viren oder Teilstücke davon. Sie rufen dann im Körper die gewünschte Abwehrreaktion gegen den Erreger hervor. Bei den neuen genbasierten Impfstoffen ist das anders: hier steckt gar kein Virusmaterial im Impfstoff. Stattdessen liefert die Spritze nur den Bauplan für ein bestimmtes, ungefährliches Virusprotein. Das funktioniert mit Hilfe sogenannter messenger RNA, kurz mRNA – also über einen Botenstoff für Erbinformation. Biontech und andere Hersteller zielen dabei auf das sogenannte Spike-Protein. Das ist die stachelige Hülle des Corona-Virus. Dieses Protein stellt der Körper nach der Impfung dann eigenständig her. Das Immunsystem bildet daraufhin Abwehrstoffe gegen den Eindringling und soll danach vor Sars-Cov2 geschützt sein. Bisher ist allerdings weltweit noch kein einziger Impfstoff dieser Art zugelassen. Der neue, genbasierte Ansatz gilt als besonders elegant: denn jeder Geimpfte produziert das entscheidende Wirk-Element selbst, im eigenen Körper. Deshalb können Pharmafirmen wie Biontech in Mainz, Curevac in Tübingen und das US-Unternehmen Moderna ihre mRNA-Impfstoffe auch schneller herstellen als bei klassischen Impfverfahren. Allerdings haben Impfstoffe mit Boten-RNA einen entscheidenden Nachteil: sie müssen extrem kalt gelagert werden. Bei Moderna sollen es – 20 Grad Celsius sein, Biontech geht derzeit von minus 70-80 Grad aus. Bei normaler Kühlschranktemperatur hält der Biontech-Impfstoff bisher nur fünf Tage.

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