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So einen ruhigen Jahreswechsel hat Mainz wohl noch nie erlebt. Zusammen mit anderen vor der Tür anstoßen - das geht nicht. Dass sich jeder daran hält, kontrollieren in Mainz Polizei und Ordnungsamt.

Wegen der Corona-Pandemie muss in ganz Rheinland-Pfalz auf größere Silvesterfeiern verzichtet werden. Die Corona-Verordnung des Landes verbietet schon seit Mitte Dezember das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit, zusätzlich dürfen sich keine Menschen versammeln. Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) hatte außerdem bereits vor Wochen für die Silvesternacht ein Böllerverbot auf öffentlichen Plätzen und Straßen in Mainz ausgesprochen - beispielsweise auf dem Schillerplatz, den Malakoff-Terrassen oder auf dem Rathausplateau. Laut aktueller Anordnungen darf in ganz Rheinland-Pfalz in der Öffentlichkeit kein Feuerwerk abgebrannt werden.

Kontrollen an öffentlichen Plätzen

In Mainz kontrollieren verstärkt Ordnungsamt und Polizei die Einhaltung der Silvester-Regeln. "Wir stehen ganz eng in Kontakt mit dem Rechts- und Ordnungsamt der Stadt Mainz und werden unsere Dienststellen auch personell verstärken", sagt Rinaldo Roberto, Pressesprecher der Mainzer Polizei. Die Polizei werde verstärkt an den öffentlichen Plätzen Präsenz zeigen und von den Leuten einfordern, dass sie das Ansammlungs- und Versammlungsverbot eingehalten, so Roberto weiter.

Bei Verstößen drohen Geldbußen

Jeder Verstoß werde verfolgt. Personalien würden festgestellt und an die Stadt Mainz als zuständige Behörde weitergeleitet. Wer zum Beispiel gegen das Feuerwerksverbot verstößt, muss nach Angaben der Stadt Mainz mit einer Geldbuße von bis zu 500 Euro rechnen. "Es geht einfach darum andere Menschen vor dem Coronavirus zu schützen", so Rinaldo Roberto von der Mainzer Polizei. Zum anderen dürften zu Zeiten der Pandemie Krankenhäuser nicht durch Verletzungen etwa durch Feuerwerkskörper zusätzlich belastet werden.

Aus dem Wormser Rathaus hieß es ebenfalls, Polizei und Ordnungskräfte würden wenn nötig Menschenansammlungen auflösen und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verhindern.

Kein Alkoholverkauf in Wiesbaden

Auf der anderen Seite des Rheins gibt es noch weitere Einschränkungen. Die Stadt Wiesbaden verbietet vom 31. Dezember (19 Uhr) bis 1. Januar (6 Uhr) den Verkauf von alkoholischen Getränken. In dieser Zeit dürfen auch Kioske, Tankstellen oder Eiscafés keine alkoholhaltigen Getränke zum Außer-Haus-Verzehr oder zur Abholung abgeben.

Weniger Busse an Silvester

Die Wiesbadener Verkehrsgesellschaft ESWE setzt am Silvestertag deutlich weniger Busse ein als sonst. ESWE erwartet nach Angaben eines Sprechers wegen der Corona-Auflagen nicht sehr viele Fahrgäste. Deshalb habe ESWE die Nachtbusse gestrichen. Nur auf zwei Linien würden in der Neujahrsnacht überhaupt Busse fahren.

Auch die Mainzer Mobilität setzt nach eigenen Angaben an Silvester und Neujahr auf einigen Linien weniger Busse ein. Sie verzichtet aber nicht auf ihre Nachtbusse. Ein Sprecher sagte, es gebe ja auch Menschen, die zur Arbeit müssten. Grundsätzlich sei es in diesem Jahr nur sehr schwer einzuschätzen, wie viele Menschen an Silvester Busse oder Bahnen nutzen wollten.

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