Blaulicht eines Polizeiautos (Foto: Daniel Brusch / SWR)

Schüsse am Ober-Olmer Wald

US-Militärübung ruft Polizei auf den Plan

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Am frühen Mittwochmorgen sind Anwohner der Mainzer Stadtteile Lerchenberg und Finthen sowie der Gemeinde Ober-Olm unsanft durch Gewehrschüsse geweckt worden. Grund dafür waren Schießübungen der US-Militärpolizei.

Gegen vier Uhr war für viele Anwohner die Nacht vorbei. An Schlaf war wegen der lauten Schussgeräusche nicht mehr zu denken. Einige Zeugen hatten nach eigenen Angaben auch Schüsse aus Maschinengewehren gehört. Wegen des Lärms hatten deshalb mehrere Anwohner die Polizei alarmiert, die mit einem größeren Aufgebot den Ober-Olmer Wald (Kreis Mainz-Bingen) durchsuchte. An einem Übungsplatz der US-Armee, der zwischen dem Flugplatz Mainz-Finthen und dem Ober-Olmer Wald liegt, trafen die Beamten dann auf vier amerikanische Militärpolizisten. Diese gaben an, sich mit Schießübungen auf einen baldigen Einsatz vorbereitet zu haben.

Schießübungen der US-Armee in Mainz sollen jetzt angemeldet werden

Polizeisprecher Rinaldo Roberto hatte dem SWR gesagt, dass die Amerikaner auf ihrem Areal in der Nähe des Flugplatzes Mainz-Finthen Schießübungen grundsätzlich nicht anmelden würden: "Sie können dort tun und lassen, was sie wollen," so Roberto. Deshalb habe die Polizei auch keine Ermittlungen eingeleitet. Allerdings hat das US-Militär mittlerweile angekündigt, Schießübungen künftig vorher anzumelden.

In Wiesbaden meldet die US-Armee Übungen an

Ein Sprecher des Bundeswehr Landeskommandos Rheinland-Pfalz bestätigt, dass das US-amerikanische Militär eine solche Übung auf ihrem eigenen Gelände nicht anmelden muss. Die Bundeswehr hingegen würde bei Übungen grundsätzlich die entsprechenden Gemeinden und Landkreise benachrichtigen. Der Bundeswehr sei die Übung der US-Armee aber auch nicht bekannt gewesen, so der Sprecher.

Nach Angaben der Mainzer Polizei gehört der Übungsplatz am Ober-Olmer Wald zu der US Army Garnison in Wiesbaden-Erbenheim. In Wiesbaden würden Schießübungen von den Amerikanern häufig angemeldet, sagte eine Sprecherin der Stadt dem SWR.

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