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Im Juli hatten Polizisten im Mainzer Stadtteil Gonsenheim einen Mann erschossen. Er hatte sie zuvor mit einem Messer angegriffen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, hat sich der Polizeibeamte, der die Schüsse abgegeben hat, nicht strafbar gemacht. Sein Handeln sei durch Nothilfe zu Gunsten eines Kollegen gerechtfertigt.

Am 7. Juli hatten Zeugen die Polizei in eine Wohnanlage nach Mainz-Gonsenheim gerufen. Ein Mann hatte dort einen Bewohner mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Laut Staatsanwaltschaft war der Angreifer psychisch krank und verhielt sich aggressiv. Der Mann habe nicht auf die Aufforderungen der Polizisten reagiert. Auch ein Elektroschocker konnte ihn nicht außer Gefecht setzen.

Mit dem Messer verfolgt

Beim Versuch, ihn zu fassen, sei einer der Beamten gestolpert. Auf allen Vieren habe er versucht, zu entkommen, doch der Mann habe ihn mit dem Messer verfolgt. Um seinen Kollegen zu schützen, habe der beschuldigte Polizist vier Schüsse abgeben, von denen drei den Mann trafen und töteten. Dieses Vorgehen sei gerechtfertigt gewesen und nicht strafbar, so die Staatsanwaltschaft.

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