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Trotz weltweiter Handelsstreits und der schwierigen Lage der Autoindustrie - die Umsätze des Mainzer Spezialglas-Herstellers Schott steigen weiter. Und das Unternehmen möchte dazu noch etwas für das Klima tun.

Der Spezialglas-Hersteller Schott hat seinen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr nahezu stabilisiert. Der Jahresüberschuss nach Steuern sank in dem Ende September 2019 abgeschlossenen Geschäftsjahr geringfügig um 0,8 Prozent auf 206,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Mainz mitteilte.

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Der Umsatz stieg im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um rund fünf Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Vorstandschef Frank Heinricht sprach von einer Fortsetzung des Erfolgskurses "trotz einer nicht einfachen Weltwirtschaftslage". Auch die schwierige Lage der Automobilindustrie sei für Schott spürbar gewesen.

Höchste Investitionen der Firmengeschichte

Besonders dynamisch zeige sich das Geschäft mit Spezialglas für Pharmaverpackungen, also Ampullen, Fläschchen oder Spritzen.

Für das nächste Geschäftsjahr plant Schott die höchsten Investitionen seiner Firmengeschichte. Vor allem will das Unternehmen das Geschäft mit Pharmaverpackungen mit China und Indien intensivieren. Auch am Standort Mainz soll weiter in die Produktion von Spezialgläsern investiert werden. Schott rechnet zudem damit, dass die Nachfrage nach Ultradünnglas für faltbare Mobilgeräte der Zukunft steigen wird.

Schott will klimaneutral werden

Aber auch das Thema Klimawandel geht nicht an dem Mainzer Technologiekonzern vorbei. Schott will sein Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz verstärken. Das Ziel: "Wir wollen Schott zu einem klimaneutralen Unternehmen machen", so Vorstandsvorsitzender Frank Heinricht. "In diesem Geschäftsjahr werden wir die Weichen dafür stellen und entsprechende Maßnahmen konsequent angehen."

Am Stammsitz Mainz, dem Gründungsstandort Jena und weiteren Werken im In- und Ausland waren zum Ende des Geschäftsjahrs rund 16.200 Menschen bei Schott beschäftigt, 700 mehr als ein Jahr zuvor.

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