STAND

Ein Streit zwischen zwei Familien ist am Montagabend in Kirn eskaliert. Jetzt wollen die Behörden zwischen den Konfliktparteien vermitteln, um weitere Schlägereien zu verhindern.

Das ist das Ergebnis eines Krisengesprächs am Freitag, an dem die Polizei, Vertreter der Verbandsgemeinde, der Stadt, des Ordnungsamtes, Flüchtlingshilfe und Landrätin Bettina Dickes (CDU) teilnahmen. Nach Angaben des Bürgermeisters der Verbandgemeinde Kirner Land, Thomas Jung (parteilos), stehen zunächst Gespräche mit den beiden zerstrittenen syrischen Familien an. Sie wohnen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt, die Kinder besuchen dieselbe Schule. Um hier zu deeskalieren, habe man konkrete Ideen entwickelt, die aber zunächst mit den Familien besprochen werden sollen, sagte Jung.

20 Menschen schlugen laut Polizei am Montagabend auf offener Straße mit Holz- und Eisenstangen aufeinander ein. Es seien auch Steinplatten geworfen worden. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Erste Ermittlungen ergaben, dass es einen Streit zwischen den Familien gab.

Mehr Polizei in der Innenstadt

In Kirn sei die Verunsicherung groß, sagte Bürgermeister Frank Ensminger (FDP) im Vorfeld des Gesprächs. Es könne nicht angehen, dass so ein Streit dermaßen eskaliere und auf der Straße ausgetragen werde. Die Polizei hat nach eigenen Angaben ihre Präsenz in der Stadt deutlich erhöht und neben verstärkten Streifen und Diensthundeführern auch zivile Kräfte im Einsatz.

Neue Form der Brutalität

Eine Schlägerei in diesem Ausmaß sei ein Novum in Kirn, sagte ein Beamter am Dienstagmorgen. So etwas habe es noch nicht gegeben. Jetzt werde weiter ermittelt und Zeugen sowie Beteiligte würden befragt. Dazu hat die Kriminalinspektion Bad Kreuznach eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Personen, die etwas beobachtet haben, sollen sich unter der Telefonnummer 06752-1560 melden.

STAND
AUTOR/IN