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Am vergangenen Wochenende wurde die Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden ein drittes Mal voll gesperrt. Es war die letzte Vollsperrung - die Arbeiten sind allerdings noch nicht ganz fertig.

Die Bauarbeiten an dem sogenannten Herzstück waren der Grund, warum die Schiersteiner Brücke nun zum dritten und letzten Mal am Wochenende voll gesperrt werden musste. Sie war von Freitagabend bis Montagfrüh nicht befahrbar. Die Umleitung erfolgte über die Weisenauer Brücke (A60).

Bei den Bauarbeiten wurden die provisorische Übergangskonstruktion der Schiersteiner Brücke abgebaut und der Fahrbahnbelag erneuert. Damit ist es jetzt wieder möglich, bei Mainz-Mombach in Richtung Wiesbaden auf die A643 aufzufahren. 

Ganz fertig geworden sei man aber noch nicht, sagte eine Sprecherin des Landesbetriebs Mobilität Rheinland-Pfalz am Montag. Auf der Rampe Wiesbaden-Mainz müsse noch an der Fahrbahndecke gearbeitet werden. Markierung und Schutzeinrichtungen seien nun für das letzte August-Wochenende geplant. Dafür soll diese Rampe noch einmal gesperrt werden.

Baukosten rund 216 Millionen Euro

Das Herzstück, an dem jetzt drei Wochenenden gearbeitet wurde, war von dem Bau-Unfall vor fünf Jahren betroffen. Infolge eines Fehlers bei den Arbeiten war die Brücke damals abgesackt und musste zwei Monate lang voll gesperrt werden. Die neue Rheinbrücke zwischen Mainz und Wiesbaden soll im kommenden Jahr fertig sein. Die Planer schätzen die Gesamtkosten auf etwa 216 Millionen Euro.

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Die A643 mit der Schiersteiner Brücke ist Teil des sogenannten Mainzer Rings (A643, A66, A671 und A60), der unter anderem im Fernverkehr eine wichtige Rolle spielt. Das Autobahnstück ist Bindeglied zwischen den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen.

Video Teil der Schiersteiner Brücke wird „eingeschifft“

Die Schiersteiner Brücke wächst weiter zusammen: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde ein 120 Meter lang und mehr als 2.000 Tonnen schweres Metallteil eingesetzt. Das musste erst einmal „eingeschwommen“ werden.  mehr...

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