Die Salzbachtalbrücke wird mit Spritzbeton stabilisiert, bevor sie im Oktober gesprengt werden kann. (Foto: Autobahn GmbH Niederlassung West)

Arbeiten zur Stabilisierung laufen

Salzbachtalbrücke (A66) bei Wiesbaden soll erst im November gesprengt werden

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Seit Mitte Juni ist die Salzbachtalbrücke, Teil der A66 bei Wiesbaden, kaputt. Im November soll sie endgültig Geschichte sein.

Damit die Brücke gesprengt werden kann, wird zurzeit der Pfeiler stabilisiert, der Mitte Juni kaputt gegangen war. Er befindet sich an der südlichen Hälfte der Salzbachtalbrücke.

Kaputter Brückenpfeiler wird mit Beton gesichert

Dafür wird der Pfeiler mit einem "Korsett" aus Spritzbeton umhüllt. Dieses Korsett soll laut Autobahn GmbH verhindern, dass der Pfeiler unkontrolliert zur Seite kippt, während die vorbereitenden Arbeiten für die Sprengung laufen. In zwei Wochen, so hoffen die Mitarbeiter der Autobahn GmbH des Bundes, könnten dann die Arbeiten unter diesem Brückenteil fortgesetzt werden.

Risse in der Brücke führten am Freitagabend zur Sperrung der Salzbachtalbrücke (A66) in Wiesbaden (Foto: Nonstop News)
Risse in der Brücke führten zur Sperrung der Salzbachtalbrücke (A66) in Wiesbaden Nonstop News

Schutz für Kläranlage, Straßen und Bahngleise

Dazu gehört auch, dass die Umgebung der Brücke für die bevorstehende Sprengung gesichert wird. Unter anderem steht in direkter Nachbarschaft der Salzbachtalbrücke eine Kläranlage. Außerdem verlaufen unter der Brücke die Mainzer Straße (B263) und Bahngleise.

Sprengung an einem Wochenende im Oktober geplant

Die Autobahn GmbH rechnet damit, dass diese Sicherungsarbeiten rund acht Wochen dauern werden. Somit sei von einem Sprengtermin im November auszugehen. Die Sprengung müsse aus Sicherheitsgründen für die Bevölkerung an einem Wochenende stattfinden. 

 Sprengkonzept wird erarbeitet

Die Auswirkungen durch die eigentliche Sprengung sollen im Vorfeld mit speziellen Erschütterungsberechnungen geklärt werden. Dadurch ließen sich die Sicherungsmaßnahmen für einzelne Bauteile und Gebäude minimieren und so gestalten, dass möglichst keine Schäden auftreten, so die Autobahn GmbH. 

Laut Sprengkonzept muss zu den einzelnen Sprengstellen ein Sicherheitsabstand von ca. 250 Metern eingehalten werden. Über das konkrete Konzept für die notwendigen Evakuierungen wollen die Fachleute zu gegebener Zeit noch einmal gesondert informieren. 

Die Autobahn GmbH West hat einen sogenannten Bypass an der maroden Salzbachtalbrücke freigegeben.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Andreas Arnold)
picture alliance/dpa | Andreas Arnold

Mitte Juni hatte sich der Überbau der Brücke auf der Südhälfte um 30 Zentimeter abgesenkt, nachdem eine Unterkonstruktion nachgegeben hatte. Darauf stürzten Betonbrocken auf die Straße unter der Brücke. Die unter der Brücke verlaufenden Gleise und die Straße sind seitdem gesperrt. Vor allem der Hauptbahnhof Wiesbaden ist von den Sperrungen betroffen: Der Bahnhof ist vom Zugverkehr so gut wie abgeschnitten.

Die Salzbachtalbrücke ist als Teil der A66 eine wichtige Verbindung für Pendler aus Rheinhessen, dem Rheingau und Wiesbaden nach Frankfurt. Vor ihrer Sperrung wurde sie täglich von rund 80.000 Fahrzeugen benutzt.

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