Rotweinfest in Ingelheim (Foto: SWR)

Veranstalter wechselten auf "2G"

Positive Bilanz bei Ingelheimer Rotweinfest

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Weinfest trotz Corona - geht das schon wieder? Beim Rotweinfest in Ingelheim galt zunächst das "2G plus"-Konzept. Doch zuletzt haben die Veranstalter ihre Regeln verschärft.

Rein durfte zwischenzeitlich nur noch, wer geimpft oder genesen war - ein Test reichte nicht mehr. Letzte Woche ging das noch auf dem Ingelheimer Rotweinfest, das war die sogenannte "2G plus"-Regel. Dazu gehörten auch Maske und Abstand. Doch daran haben sich nicht alle gehalten. "Durchsagen und Kontrollen haben nicht gewirkt", sagte Matthias Becker von der Ingelheimer Kultur und Marketing GmbH. "Und so haben wir uns entschieden, die '2G'-Regel umzusetzen."

Diese galt für die besonders besucherstarken Tage Freitag und Samstag. Am Sonntag galt jedoch erneut die "2G plus"-Regelung. So sollte das Fest an diesem Tag auch für Familien mit Kindern und Jugendlichen, die noch nicht geimpft sind, offen stehen. Verstärkte Kontrollen und Durchsagen sollten den Angaben zufolge dann zur Einhaltung der Masken- und Abstandspflicht aufrufen.

Veranstalter: Die Jugendlichen sind "gekniffen"

Die "2G"-Regelung der anderen beiden Tage schloss vor allem einige Jugendliche ab 12 Jahren aus. "Weil die ja noch nicht eine so hohe Impfquote haben wie andere Personengruppen. So sind die auch im doppelten Sinne wieder - ich sage es mal etwas rheinhessisch - gekniffen", so Becker.

Am Sonntag ging das Rotweinfest zu Ende. In Ingelheim ist man trotz der zeitweise verschärften Regeln froh, dass das traditionelle Rotweinfest überhaupt stattfinden konnte. An Besucherinnen und Besuchern habe es trotz der verschärften Regelung nicht gemangelt, berichteten Händler.

Keine Schwierigkeiten

Es habe keine Schwierigkeiten mit der so genannten 2G-Regel gegeben, so ein Sprecher der Ingelheimer Kultur- und Marketing-Agentur.

Für den Eintritt war ein vorher gebuchtes Ticket nötig. Alle Ticket-Käufer habe man mit einer Email über die veränderte Regelung informieren können, so der Sprecher der Marketing-Agentur. Einzelne Ticketkäufer hätten sich zwar per Mail oder am Telefon beschwert. Das sei aber die Ausnahme gewesen.

Viele auf dem Gelände um die Ingelheimer Burgkirche hatten Verständnis für die kurzzeitig geänderten Einlassregeln. "Nachdem ich verfolgt habe, wie viele Leute letzte Woche hier waren und wie wenige sich an die Regeln gehalten haben, habe ich damit gerechnet, dass das kommt", sagte eine Besucherin.

Testlauf für den Weihnachtsmarkt

Die Bürgermeisterin von Ingelheim sieht das Rotweinfest auch als Test für den Ingelheimer Weihnachtsmarkt. "Unser großer Weihnachtsmarkt findet ja auch hier auf dem Gelände statt. Das heißt wir können sowohl üben wie man den Einlass organisiert, als auch wie man die Corona-Regelung umsetzt", berichtete Eveline Breyer (CDU). Die Gespräche hierzu laufen. Für Fahrgeschäfte und Händler ist das ein positiverer Ausblick als im letzten Herbst.

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