Ein Schwellkopp sitzt vor dem Mainzer Theater mit dem Banner "Alter, ist das scheiße traurig!" (Foto: SWR, Lucretia Gather)

Rosenmontag 2021 in Mainz

Mainzer Narren halten sich an Corona-Regeln

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Die Polizei in Mainz hat eine durchweg positive Bilanz des Rosenmontags gezogen. Nur wenige Narren seien in der Stadt unterwegs gewesen und hätten sich alle vorbildlich verhalten.

Ab 11:11 Uhr seien rund um den Mainzer Fastnachtsbrunnen und am Gutenbergplatz einige verkleidete Narren unterwegs gewesen, so ein Polizeisprecher. Auch in der Boppstraße in der Mainzer Neustadt, wo sich normalerweise die Motivwagen und Gruppen für den Rosenmontagszug aufstellen, waren am Montagvormittag vereinzelt verkleidete Menschen zu sehen.

Einige Mainzer Narren liefen den Weg ab, den sonst der Rosenmontagszug nimmt. Die Kostümierten waren meist zu zweit oder dritt unterwegs, riefen Helau und hatten Fastnachtsmusik vom Band dabei.

Mainzer Polizei und Ordnungsamt ziehen positive Bilanz

Nach Angaben der Mainzer Polizei hielten sich die wenigen Fastnachter immer an Mindestabstand und Maskenpflicht. Es sei auch zu keinen größeren Menschenansammlungen gekommen. "Es ist tatsächlich ruhig. Es scheint sich zu bewahrheiten, was an Weiberfastnacht begonnen hat", sagte ein Polizeisprecher. "Dieses Jahr feiert in Mainz niemand."

Das Wetter habe sein Übriges dazu beigetragen. Als am frühen Nachmittag Regen einsetzte, sei in der Stadt nichts mehr los gewesen. Auch das Ordnungsamt in Mainz stellte im Laufe des Tages nur wenige Verstöße gegen das Alkoholverbot und die Kontaktbeschränkungen fest. "Wir können insgesamt eine positive Bilanz ziehen", sagte ein Sprecher der Stadt.

Ein Schwellkopp sitzt am Fischtorplatz in Mainz und lässt den Kopf hängen (Foto: SWR, Lucretia Gather)
Dieser Schwellkopp lässt traurig den Kopf hängen. Normalerweise wäre er mit dem Schwell-Kopp-Träscher-Club jetzt beim Rosenmontagsumzug dabei. Lucretia Gather Bild in Detailansicht öffnen
In der Boppstraße in der Mainzer-Neustadt, wo sich sonst die Motivwagen und Gruppen für den großen Rosenmontagszug sammeln, ist in diesem Corona-Jahr nur die Baustelle zu sehen. Daniel Brusch Bild in Detailansicht öffnen
Normalerweise würden sich zehntausende Besucherinnen und Besucher für den Rosenmontagszug in der Mainzer Innenstadt versammeln. Heute folgen sie den Anweisungen und bleiben zuhause. Daniel Brusch Bild in Detailansicht öffnen
"Und ist er noch so klein: Rosenmontagszug muss sein!" ist das Motto dieses Narren. Gegen Corona-Auflagen verstößt er mit seinem kreativen Ein-Mann-Umzug auf jeden Fall nicht. Daniel Brusch Bild in Detailansicht öffnen
Einige Mainzerinnen und Mainzer lassen es sich trotz Corona nicht nehmen, die Fastnachts-Kostüme aus dem Schrank zu holen. So verstauben sie wenigstens nicht bis zur nächsten Kampagne. Ilona Hartmann Bild in Detailansicht öffnen
Diese Fastnachterin verteilt eine Ladung Konfetti - und damit wenigstens ein kleines bisschen Normalität am Rosenmontag. Bild in Detailansicht öffnen
Dieses Duo hat sich ganz in die Mainzer-Fastnachtsfarben Rot, Weiß, Blau und Gelb gekleidet. Sogar die FFP2-Maske wird so fastnachtlich! Bild in Detailansicht öffnen
Diese zwei Narren wandeln am Rosenmontag im Schatten des Doms. Die rote Nase passt sogar über die FFP2-Maske. Ilona Hartmann Bild in Detailansicht öffnen
Dieser kleine Polizist ist in der Altstadt unterwegs. Ob er die Trupps der Mainzer Polizei unterstützen will, die am Rosenmontag verstärkt kontrollieren, ob die Corona-Regeln eingehalten werden? Bild in Detailansicht öffnen
Drei Narren auf dem Domplatz. Mit dabei: ihr "Zugendchen/Zugentchen" an der Leine. "Rosenmontag ohne Umzug geht gar nicht", meinen die Drei. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Auch wenn der Rosenmontag Corona-bedingt ausfällt, wurden die traditionellen Fastnachtsfahnen in den Farben Rot, Weiß, Blau und Gelb auf dem Domplatz gehisst. Bild in Detailansicht öffnen
Auch das Gutenberg Denkmal bekommt wie jedes Jahr an Fastnacht eine Verkleidung. Dieses Mal darf die Maske natürlich nicht fehlen. Bild in Detailansicht öffnen

Ausfall des Rosenmontags auch finanziell riesiger Schaden

Normalerweise kommen jedes Jahr mehr als eine halbe Million Menschen an Fastnacht zum Feiern nach Mainz. Sie gehen in die Kneipen oder schauen sich die Umzüge in den Stadtteilen an. Nach einer Berechnung der Hochschule Mainz nehmen normalerweise etwa 800.000 Gäste an der Straßenfastnacht teil. Im Schnitt geben sie rund 50 Euro für Essen und Trinken aus. Das mache unter dem Strich, so die Wissenschaftler, etwa 40 Millionen Euro.

Der Mainzer Carneval Verein (MCV) hat es sich trotz Corona nicht nehmen lassen, drei satirische "Fastnachtsmonumente" zu basteln. Um Menschenansammlungen in der Innenstadt zu vermeiden, sind die momentan allerdings nur online zu sehen.

Ein kleiner Trost-Rosenmontagszug für zuhause:

RP

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