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Die Fahrrinne des Rheins im Mittelrheintal wird für Containerschiffe vertieft. Deshalb muss gebaut werden. Welche Lärmbelastungen auf Anwohner zukommen, dazu informieren nun Experten.

Wenn der Rhein wenig Wasser führt, dann bedeutet das für Containerschiffe, dass sie weniger laden oder gar nicht fahren können. Zwischen Bingen und St. Goar gibt es sogenannte Tiefenengstellen. Um diese zu beseitigen, soll Felsgrund abgefräst und Kiessand vom Flussboden weggebaggert werden. Zum Beispiel in Höhe des Loreley-Felsens. Das Ziel: Die Fahrrinne soll von aktuell 1,90 Meter auf durchgängige 2,10 Meter vertieft werden. Diesen Schritt hatten verschiedene Bundesländer und die Wirtschaft schon seit Jahren gefordert. Bis 2030 soll alles fertig sein.

Rhein-Anlieger können sich informieren

Bis Ende März bietet die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) nun mehrere Informationsgespräche an, einige davon vor Ort in Lorch, Bingen und Bacharach. Die Teilnehmerzahl ist wegen der Corona-Situation auf zehn Personen begrenzt. Es gibt auch digitale Angebote.

Kritik von Naturschützern

Nach Angaben des WSV soll die Vertiefung der Fahrrinne sowohl für die Schifffahrt als auch für den Naturschutz Vorteile bringen. Doch Naturschützer sind skeptisch. Einige fürchten, dass sich durch das Ausbaggern das Grundwasser entlang des Rheinufers absenken könnte. Durch Trockenheit könnten Wassertümpel und feuchte Rückzugsgebiete für Tiere ganz verschwinden.

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