Blick auf die Rheingoldhalle nach dem Brand und den Rhein. Im Hintergrund der Rheingau. (Foto: SWR, Daniel Brusch)

Nach Sanierungsarbeiten

Mainzer Rheingoldhalle soll im Januar wieder öffnen

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Anfang kommenden Jahres soll die Mainzer Rheingoldhalle wieder eröffnen. Sie wird seit mehr als zweieinhalb Jahren saniert.

Die Arbeiten hatten im November 2018 begonnen. Laut dem Mainzer Bürgermeister Günter Beck (Grüne) ist man vorsichtig optimistisch, die Halle ab dem 03. Januar an den Betreiber, Mainzplus Citymarketing, zu übergeben. Das bedeutet auch, dass dort dann wieder Fastnachtsveranstaltungen stattfinden können.

Derzeit laufen noch einige Arbeiten. Der Estrich liegt bereits. Nachdem die Wandverkleidung angebracht ist, soll das Parkett verlegt und der Bühneboden eingebracht werden.

Freude groß über Wiedereröffnung

Fastnachtsvereine und Vertreter der Veranstaltungsbranche freuen sich über das baldige Ende der Bauarbeiten an der Mainzer Rheingoldhalle. Susanne Ranglack, Sprecherin des Betreibers der Halle, Mainzplus Citymarketing, sagte dem SWR, alle seien erleichtert, dass die Planungen nun weiter gehen könnten. 

Nun könne man endlich Verträge mit den Kunden schließen, so Ranglack. Es gebe schon zahlreiche Anfragen für Kongresse und Messen. Viele Veranstalter – und auch die Fastnachtsvereine – hätten schon Termine vorreserviert. Nun könne endlich verbindlich geplant werden.Zunächst seien verschiedene Fastnachtsveranstaltungen geplant.  

Fastnachtsveranstaltungen im Januar und Februar

Der Präsident des Mainzer Carneval Verein (MCV,) Reinhard Urban sagte, alle seien froh, dass in der kommenden Kampagne wieder Sitzungen im Großen Saal der Rheingoldhalle stattfinden könnten.

Es habe zwar einen Plan B gegeben – mit Sitzungen im kleineren Gutenberg-Saal und Online. Aber so könne der MCV deutlich mehr Geld einnehmen, das für die Straßenfastnacht gebraucht werde. Denn während im Großen Saal laut Urban rund 1.800 Menschen Platz finden, fasst der Gutenbergsaal nicht ganz die Hälfte.  

Urban schätzt, dass der MCV im Großen Saal rund 50.000 Euro pro Sitzung einnehmen könne. Fünf Sitzungen wolle der Verein dort veranstalten, neben weiteren Sitzungen im Gutenbergsaal und im Schloss.  

Auch der Geschäftsführer des Mainzer Carneval Club, MCC, Hedajat Seuthe ist erleichtert. Dass die Rheingoldhalle nach der langen Zeit endlich wieder von den Fastnachtern genutzt werden könne, mache ihn glücklich. Zwar wären die Vereine auch mit dem Gutenbergsaal klar gekommen, aber so sei die Situation doch deutlich entspannter, sagt Seuthe.

Verzögerungen durch Brand und Corona

Vor zwei Jahren hatte es in der Rheingoldhalle gebrannt. Zusätzlich gab es durch Corona bedingte Lieferengpässe für Baumaterial. Die Kosten für die Sanierung stehen laut Beck erst am Ende der Arbeiten fest. Derzeit gehe man von etwa 41 Millionen Euro aus. Das sind elf Millionen mehr, als zu Sanierungsbeginn kalkuliert.

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SWR