Das geplante Naturschwimmbad im Mainzer Zollhafen mit Holzpontons und Strand-Feeling. (Foto: Ingenieurbüro Francke + Knittel GmbH/Heilige Makrele)

Idee für Naturschwimmbecken im Zollhafen

Bekommt Mainz ein Rhein-Freibad?

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Planschen im Rhein mit Sandstrand und Liegeflächen - so stellt sich das Mainzer Projekt-Team "Heilige Makrele" die Zukunft des Mainzer Zollhafens vor. Und die Pläne nehmen Formen an.

Ein richtig großes Naturschwimmbad soll es werden. Nach den Vorstellungen von Projektleiter und Wasseringenieur Alex Kiefer soll das Zollhafenbecken von mehreren geschwungenen Holzpontons umrandet werden. Zusätzlich könnten terrassenförmige Strände aus Kies und Sand angelegt werden. Auch eine 50-Meter-Bahn für Sportschwimmer und Schulklassen soll es geben.

Er habe schon jede Menge Gespräche geführt, sagt Kiefer: mit der Stadt, mit Behörden und der Mainzer Zollhafen GmbH. Nächste Woche stünden erneut zwei Termine an: bei der Unteren Wasserbehörde und dem Grünamt der Stadt. Dabei gehe es vor allem um planungsrechtliche Fragen.

"Lärm ist ein sensibles Thema"

Bei den Fragen, die noch zu klären sind, geht es unter anderem um die Akustik. Lärm sei immer ein besonders heikles Thema bei solchen Projekten, sagt Kiefer. Doch er glaube, dass es durch das Schwimmbad - zumindest abends - sogar ruhiger werden könnte. Wenn das Gelände nicht weiterentwickelt werde, würde es vermutlich abends zu einem Party-Treffpunkt. Von dem könnte dann sogar mehr Lärm ausgehen als von einem Schwimmbad, das nur tagsüber geöffnet sei.

So könnte das Naturschwimmbad im Mainzer Zollhafen aussehen. (Foto: Ingenieurbüro Francke + Knittel GmbH/Heilige Makrele)
So könnte das Naturschwimmbad im Mainzer Zollhafen aussehen. Ingenieurbüro Francke + Knittel GmbH/Heilige Makrele

Rheinwasser hat hohe Qualität

Laut Kiefer ist die Wasserqualität des Rheins immer besser, zeitweise sogar hervorragend. Selbstverständlich müsste sie aber in einem Schwimmbad regelmäßig überprüft werden. Der Bereich, in dem das Naturschwimmbad entstehen soll, habe nur eine Verbindung zum Fluss. Dort würde nach Kiefers Plänen ein Filterdamm eingebaut.

Inspiriert vom Freibad in Bingerbrück

Alex Kiefer hat sich unter anderem im Naturerlebnisbad in Bingerbrück Ideen und Informationen geholt. Er ist überzeugt, dass er mit seinem Projekt alle rechtlichen Vorgaben erfüllen könnte. Und aus der Mainzer Bevölkerung habe er schon jede Menge positives Feedback bekommen.

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