Der Angeklagte und sein Verteidiger im Gerichtssaal (Foto: SWR, Stefan Schmelzer)

Prozessbeginn am Landgericht Mainz

Eine Million Euro bei Geldautomatensprengungen erbeutet

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Es war ein kurzer Auftakt am Mainzer Landgericht beim Prozess gegen zwei Männer aus den Niederlanden, die fast eine Million Euro aus gesprengten Geldautomaten gestohlen haben sollen. Der erste Verhandlungstag ging bereits nach Verlesung der Anklageschrift zu Ende.

Laut Anklage hatten die beiden 27 und 31 Jahre alten Männer von Juni bis Oktober 2020 in ganz Rheinland-Pfalz, in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen insgesamt zehn Geldautomaten in Bankfilialen gesprengt oder hatten versucht, sie zu sprengen. Unter anderem in Worms-Pfeddersheim, Kirchheimbolanden und Koblenz.

Geldautomaten aufgehebelt und gesprengt

Dabei sollen sie mit Brecheisen die Oberseite der Automaten aufgehebelt und danach Sprengsätze montiert haben. Anschließend, so die Staatsanwaltschaft, hätten sie den Sprengstoff mit einer Zündschnur zur Explosion gebracht. Um zu den Tatorten zu gelangen, seien die Angeklagten jedes Mal aus den Niederlanden in einem Auto mit gestohlenen deutschen Kennzeichen über die Grenze gekommen.

Sachschaden von zwei Millionen Euro

Bei den Taten soll ein Sachschaden von etwa zwei Millionen Euro entstanden sein. Beide Angeklagte sind mehrfach vorbestraft. Zu den Vorwürfen haben sie sich laut Staatsanwaltschaft bislang nicht geäußert.

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