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Mit einer Machete und einem Gummihammer bewaffnet sollen vier Männer vergangenen Sommer einen Ingelheimer Drogendealer brutal in seiner Wohnung überfallen haben. Zwei stehen seit Mittwoch vor Gericht. Sie hatten wohl selbst Drogen genommen.

Beim Prozessauftakt am Mainzer Landgericht sagte der 32-jährige Angeklagte vor Gericht, dass er öfter Amphetamine und Cannabis konsumiere. Auch der 27-jährige Angeklagte gab zu, dass er am Tattag Amphetamine zu sich genommen habe.

Kannten die Männer ihr Opfer?

Beide haben zugegeben, bei dem Überfall dabei gewesen zu sein. Zu Prozessbeginn ging es vor allem darum, wer welche Rolle bei dem Überfall hatte. Beide Angeklagten gaben an, dass sie das Opfer gar nicht kannten und einer der bereits verurteilten Mittäter der Anführer war. Der 32-Jährige sagte, er habe keine Waffe dabei gehabt. Der andere will die Machete im Kofferraum des Autos gefunden haben, mit dem die vier Männer zum Tatort gefahren waren. Der Jüngere der beiden Angeklagten gab zu, dass er im Verlauf des Überfalls mit dem Griff der Machete auf das Opfer eingeschlagen habe.

Landgericht Mainz (Foto: SWR)
Das Opfer sagte im Zeugenstand aus - seine Geschichte klang etwas anders.

Opfer litt wohl monatelang unter Verletzungen

Auch das 34-jährige Opfer berichtete von der Tat. Der Mann sagte aus, einer der Angreifer habe nicht nur die Machete, sondern auch einen Gummihammer in der Hand gehabt. Das Opfer erlitt laut Gericht Verletzungen am Arm, eine Platzwunde am Kopf und Prellungen. Er sagte, er habe wegen seiner Gesichtsverletzungen drei Monate lang nicht richtig essen und trinken können. Er leide immer noch unter starken Schlafstörungen und die Bilder des Überfalls gingen ihm nicht aus dem Kopf.

Die mutmaßlichen Räuber vermuteten in der Wohnung des Ingelheimers Betäubungsmittel und Geld. Als sie nichts fanden, nahm einer der Männer nach eigener Aussage die Playstation des Opfers mit.

Mittäter müssen mehrere Jahre in Haft

Die Angeklagten sind einschlägig vorbestraft. Die beiden Mittäter wurden bereits Ende Juni zu sechs und drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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