STAND

Im Prozess um den Brand in dem Mainzer Erotikclub „Moulin Rouge“ ist die 20-jährige Angeklagte zu zwei Jahren Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Die junge Frau hat Anfang des Jahres in dem Club Feuer gelegt.

Das umfassende Geständnis der Angeklagten zu Beginn des Prozesses habe sich strafmildernd ausgewirkt, so ein Sprecher des Mainzer Amtsgerichts, an dem der Prozess stattfand.

Feuer aus Frust gelegt

Am Abend des 11. Januar, noch bevor das Moulin Rouge öffnete, brannte es in dem Etablissement. Die Angeklagte war in dem Mainzer Erotikclub als Tänzerin angestellt. Beim Auftakt des Prozesses sagte sie aus, sie habe an diesem Abend eigentlich nur nachdenken wollen und sei deswegen früher in den Club gekommen. Dort sei sie dann aber immer wütender geworden, denn es habe große Probleme mit ihrer Chefin und ihren Kolleginnen gegeben.

Angeklagte sei gemobbt worden

Die 20-Jährige sprach im Prozess von einem harten Konkurrenzkampf unter den Tänzerinnen in dem Erotikclub und dass sie regelrecht rausgeekelt worden sei. Aus Frust darüber habe sie dann in der Garderobe des Clubs ein Kleid angezündet und auf einen Koffer geworfen. Die Angeklagte habe das Feuer dann eigentlich mit einem Eimer löschen wollen, doch da die Flammen zu groß geworden seien, sei sie dann einfach aus dem Club herausgerannt.

Club fast komplett ausgebrannt

Ihr Mobiltelefon wurde später am Brandort gefunden, so kamen die Ermittler auf ihre Spur. Der Erotikclub "Moulin Rouge" am Mainzer Hauptbahnhof brannte weitgehend aus - auch ein über dem Club liegendes Hotel wurde beschädigt. Eine Frau, die Gast in dem Hotel war, erlitt eine Rauchgasvergiftung.

STAND
AUTOR/IN