Die Fertigung eines Opel Astra in Rüsselsheim (Foto: Stellantis / Opel)

Opel-Standort gerettet?

Neuer Opel Astra kommt aus Rüsselsheimer Stammwerk

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Nach langen Querelen, massivem Stellenabbau und der Erwägung, den Standort Rüsselsheim aus dem Mutterkonzern Stellantis auszugliedern, gibt es nun gute Nachrichten: Seit Donnerstag läuft in Rüsselsheim offiziell der neue Opel Astra vom Band.

Die Veränderungspläne hatten sowohl bei Mitarbeitern als auch bei der Politik für Unmut gesorgt. Deshalb war beim heutigen Produktionsstart auch der hessische Ministerpräsident Bouffier vor Ort. Er betonte die Wichtigkeit des Autoherstellers für die Wirtschaft in der gesamten Region.

"Opel hat seine Heimat hier in Hessen. Über viele Generationen hinweg wird Opel nicht nur hier gefahren, die Menschen produzieren und entwickeln die Marke auch hier weiter. Das Stammwerk in Rüsselsheim ist ein wichtiger Arbeitgeber in der gesamten Region."

Bouffier betonte, wie wichtig die Arbeitsplätze bei Opel seien. So arbeiten bei Opel beispielsweise auch Menschen aus Rheinhessen, der Pfalz oder anderen Regionen. Weil der Astra im Zweischicht-Betrieb gebaut werden soll, sucht Opel derzeit mehrere hundert Leiharbeiter, heißt es von Seiten des Unternehmens. Der Betriebsrat fordert, auch wieder mehr Stammpersonal einzustellen. Mit dem Astra laufen nun drei Modelle in Rüsselsheim vom Band, neben ihm noch der französische DS4 und der Opel Insignia.

Tausende Opel-Beschäftigte hatten ihre Arbeitsplätze verloren

Die frühere General-Motors-Tochter Opel war 2017 von der Peugeot-Mutter PSA übernommen worden. Diese wiederum ist 2021 mit Fiat-Chrysler zum viertgrößten Autohersteller der Welt mit dem Namen Stellantis fusioniert. Bei dem harten Sanierungskurs wurden tausende Arbeitsplätze abgebaut, ohne Beschäftigten betriebsbedingt zu kündigen.

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