Die Polizei hat bei Wörrstadt eine Großkontrolle durchgeführt, um Einbrecher zu schnappen. (Foto: Emotive Photography/Jan Weber)

Neun Strafanzeigen

Großkontrolle der Polizei bei Wörrstadt - Auf der Jagd nach Einbrechern

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Golo Schlenk

Die Polizei hat am Donnerstagabend bei Wörrstadt eine große Kontrolle durchgeführt. Ziel war es, Einbrecher zu schnappen oder sie zumindest abzuschrecken.

Ein großer Lichtmast erhellte den großen Platz unmittelbar vor der Autobahnauffahrt Wörrstadt an der A63. Die Polizei war ab 16:30 Uhr mit mehr als 40 Kräften im Einsatz.

Hintergrund der groß angelegten Kontrolle waren die seit der Umstellung auf die Winterzeit sprunghaft angestiegene Zahl der Einbrüche. 15 Mal wurde seither schon in Wohnhäuser rund um Wörrstadt eingebrochen.

Polizei will mögliche Diebe mit Kontrollen abschrecken

Nur ein einziger Einbruch, Ende Oktober in Westhofen, konnte aufgeklärt werden. Damals gelang es, einen der Täter auf der Flucht festzunehmen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. "Da hatten wir mächtig Glück", gibt der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Alzey, Oliver Straub, zu.

Umso wichtiger sei es, präsent zu sein und die Täter allein durch die Anwesenheit der Polizei zu stressen und sie abzuschrecken.

Neun Strafanzeigen bei Großkontrolle

Am Kreisverkehr kurz vor der Anschlussstelle Wörrstadt waren deshalb Beamte postiert, die Ausschau hielten nach verdächtigen Fahrzeugen, beispielsweise mit ortsfremden Kennzeichen. Wen die Polizisten herauspickten, wurde auf dem Platz kontrolliert. Und das waren bis etwa 22 Uhr 70 Fahrzeuge. Die Bilanz nach der gut dreistündigen Kontrolle: keine Einbrecher. Aber immerhin neun Anzeigen wegen Mängel am Fahrzeug oder schlecht gesicherter Ladung.

Die Polizei hat an der Autobahnauffahrt Wörrstadt auf der Suche nach Einbrechern 70 Autos kontrolliert. (Foto: Emotive Photography/Jan Weber)
Die Polizei hat an der Autobahnauffahrt Wörrstadt auf der Suche nach Einbrechern 70 Autos kontrolliert.

Engländer verwarnt wegen schlecht gesichertem Auto auf Anhänger

Unter anderem wurde ein Engländer angehalten, der auf einem Anhänger ein Auto ohne Kennzeichen überführen wollte. So weit war alles legal. Aber der Kleinwagen auf dem Hänger war nur unzureichend gesichert. Zwei Spanngurte, einer davon fast offen, hielten notdürftig nur die beiden Hinterräder am Hänger. Die Vorderräder waren gänzlich ungesichert. Nach einer Stunde Aufenthalt hatte der Engländer das Auto so gut gesichert, dass er weiterfahren durfte.

Die übrigen Anzeigen wurden gestellt unter anderem wegen Urkundenfälschung, Fahren ohne Führerschein oder Kennzeichenmissbrauch. Große Fische gingen der Polizei diesmal nicht ins Netz. Auch der Versuch, Einbrecher mit Hilfe von mobilen Zivilstreifen zu ertappen, schlug fehl.

Auch bei mobilen Kontrollen keine Einbrecher ertappt

Vier Autos fuhren stundenlang durch Wohngebiete in Armsheim, Gau-Weinheim oder Wöllstein. Das Ergebnis: Neun verdächtige Autos wurden kontrolliert, alle Insassen führten nichts Böses im Schilde. Trotz der ernüchternden Bilanz der Großkontrolle bleibt die Polizei positiv.

Es ist wichtig, dass wir was machen, selbst wenn wir niemanden festnehmen.

Auch Einbrecher verfolgten nämlich aufmerksam, was die Polizei tut, um sie dingfest zu machen. Am Donnerstagabend hatten die Einbrecher Glück, aber auch die Einwohnerinnen und Einwohner. Denn es gab tatsächlich nicht einen einzigen Einbruch.

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