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Die Pilzsaison in Rheinhessen ist in diesem Jahr früher gestartet als sonst. Grund ist unter anderem das feuchte Wetter der vergangenen Wochen.

Es gebe viel mehr Pilze als in den vergangenen drei Jahren, sagt Wolfgang Prüfert von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie. Dies liege daran, dass es im Frühsommer deutlich mehr geregnet habe als in den Vorjahren. So sei beispielsweise der Sommersteinpilz bereits im Binger Wald zu finden. Normalerweise beginne die Saison erst einige Wochen später.

Diese essbaren (!) Sommerpilze kann man jetzt schon sammeln:

Drei Steinpilze wachsen eng beieinander. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Patrick Pleul)
Steinpilze gehören zu den begehrtesten Speisepilzen überhaupt. picture alliance/dpa | Patrick Pleul Bild in Detailansicht öffnen
Pfifferlinge: Ihr Name rührt von dem leicht pfefferartigen Geschmack. picture alliance/dpa | Jens Büttner Bild in Detailansicht öffnen
Schopftintlinge nennt man auch Spargelpilze. Junge Exemplare sind gute Speisepilze. Jürgen Härpfer Bild in Detailansicht öffnen
Auch der Perlpilz ist ein guter Speisepilz. Allerdings kann man ihn mit dem giftigen Pantherpilz verwechseln. picture alliance / dpa | Federico Gambarini Bild in Detailansicht öffnen
Wiesenchampignons wachsen im Gras. Man erkennt sie an den rosafarbenen bis braunen Lamellen. Deutsche Gesellschaft für Mykologie /dpa | Peter Karasch Bild in Detailansicht öffnen

Neue Arten durch Klimawandel

Insgesamt beeinflusse auch der Klimawandel das Pilzwachstum in der Region. In den vergangenen Jahren seien deutlich mehr Pilzarten gewachsen - neue, sonst weiter südlich vorkommende Arten seien hinzu gekommen.

Pilzsammler sollten sich auskennen

Dies berge auch Gefahren. Denn für Pilzsammler werde es zunehmend schwerer, Speisepilze und giftige Exemplare zu unterscheiden. Wer nach dem Verzehr von Pilzen Beschwerden bekommt, kann sich an den Giftnotruf der Mainzer Universitätsmedizin wenden. Unter der Telefonnummer 06131-19240 erhalten Anrufer rund um die Uhr professionelle und ärztliche Beratung bei Vergiftungen aller Art.

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