Saarbrücken/Mainz

Pathologe wegen falscher Krebsdiagnosen verurteilt

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Das Landgericht Saarbrücken hat einen Pathologen aus dem saarländischen St. Ingbert zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, weil er falsche Krebs-Diagnosen gestellt hatte. Unter anderem war einer Frau an der Mainzer Universitätsmedizin der Großteil ihres Oberkiefers und des Gaumens entfernt worden, nachdem der Pathologe fälschlicherweise einen bösartigen Tumor diagnostiziert hatte. In einem anderen Fall war ein Mann nach einer unnötigen Operation in Folge einer Sepsis gestorben. Trotz des Urteils wurde der 63-jährige Pathologe aus der Haft entlassen, weil er bereits einen Großteil der Haftzeit in der Untersuchungshaft abgesessen hat.

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AUTOR/IN
SWR