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Ein Lehrer des Gymnasiums Oppenheim steht weiter zu den Aussagen, die er auf der Kasseler "Querdenker"-Demonstration getroffen hat. Er sei aber über die Reaktionen auf sein Interview überrascht.

In einem Fernseh-Interview hatte der Lehrer gesagt, dass er auch für seine Schüler auf der Demonstration sei. Er habe aber nicht erwartet, dass sein Interview so hohe Wellen schlagen würde. Den Fall prüfe nun die Schulaufsichtsbehörde ADD, sagte der Schulleiter des Oppenheimer Sankt Katharinen-Gymnasiums, Hendrik Förster, auf SWR-Anfrage. Die Schule habe mehr als 50 Mails von Eltern und Schülern erhalten. Die Reaktionen reichten von völligem Unverständnis bis hin zu Sympathiebekundungen, so der Schulleiter.

Schule geht auf Distanz

Als Schule distanziere man sich von jeder Form der "Querdenker-Ideologie". Der Lehrer habe sich am Montagmorgen krankgemeldet. Bei der Demonstration hatte es auch gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben.

Schild mit Aufschrift "Lehrer für Aufklärung"

Der Lehrer des Oppenheimer Gymnasiums soll ein Schild mit der Aufschrift "Lehrer für Aufklärung" getragen haben. Diese Gruppierung steht nach Angaben der Schulaufsichtsbehörde ADD bereits im Fokus dienstrechtlicher Maßnahmen. "Wir schätzen die Gruppierung kritisch ein vor dem Hintergrund, dass diverse Aussagen schlicht falsch sind und zur Umgehung von Hygienemaßnahmen aufgerufen wird", heißt es wörtlich in einer Mitteilung.

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