Hilfe für Menschen ohne Wohnsitz

Corona-Impfung für Mainzer Obdachlose

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Der Mainzer Arzt Gerhard Trabert hat begonnen, obdachlose Menschen gegen Corona zu impfen. Das Impfen sei unbürokratisch und auch anonym möglich, sagte Trabert dem SWR.

In der Teestube für Obdachlose auf der Mainzer Zitadelle bieten Trabert und seine Kollegen vom Verein "Armut und Gesundheit in Deutschland" die Impfungen an. Insgesamt 50 Dosen des Pharmakonzerns Johnson & Johnson hat er von der rheinland-pfälzische Landesregierung bekommen. Er sei dem Gesundheitsministerium dafür sehr dankbar, sagte Trabert im Gespräch mit dem SWR.

Betreuung bei möglichen Impf-Nebenwirkungen

Die Stadt Mainz habe Räume auf dem ehemaligen Kasernengelände der Housing-Area im Mainzer Stadtteil Gonsenheim zur Verfügung gestellt, so Trabert weiter. Bei Impf-Nebenwirkungen könnten die Obdachlosen dort unterkommen und medizinisch betreut werden. Das sei auch in den Obdachlosenunterkünften Thaddäusheim und Eglihaus möglich - bislang habe dies allerdings keiner der Geimpften benötigt.

Bereits 30 Obdachlose gegen Corona geimpft

An zwei Terminen hat der Mediziner Trabert bereits 30 Obdachlose geimpft, heute stehen noch einmal 20 Impfdosen zur Verfügung. Das sei allerdings zu wenig, so Trabert. Er brauche noch weitere Impfdosen und stehe deshalb mit dem Gesundheitsministerium in Kontakt.

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