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In Mainz haben etwa 20 Menschen gegen den Abbau der Schlafcontainer für Obdachlose am Fort Hauptstein demonstriert. Sie wollen, dass die Container bleiben.

Wie schon im vergangenen Jahr gibt es Streit zwischen der Stadt Mainz, die die Container aufgebaut hat, und dem Verein "Rheinhessen hilft", der sich um die Obdachlosen kümmert. Deshalb hatte er unter dem Motto "Herzlich statt herzlos" zu einer Demonstration in der Innenstadt aufgerufen. Von dort aus zogen die Teilnehmer dann zum Fort Hauptstein, wo die Schlafcontainer stehen.

Obdachlose sollen zuerst gegen Corona geimpft werden

Der Verein fordert, dass die Container mindestens solange dort stehen bleiben, bis ihre Bewohner gegen Corona geimpft sind. Und auch darüber hinaus sei es notwendig, dass die Menschen dort bleiben könnten. Die Schlafcontainer sollten eigentlich erst dann abgebaut werden, wenn die Stadt eine geeignete, feste Unterkunft für die Obdachlosen gefunden hat, heißt es in einer Mitteilung. Durch Corona, Gehaltseinbußen, Kurzarbeit und andere Probleme sei zu erwarten, dass eher mehr als weniger Menschen obdachlos würden.

Stadt Mainz verweist auf alternative Unterkünfte

Die 21 Container-Schlafplätze am Fort Hauptstein seien wie jedes Jahr nur für die Wintermonate vorgesehen, heißt es von Seiten der Mainzer Stadtverwaltung. Sie verweist auf alternative Unterkünfte, wie etwa das Thaddäus-Heim. Außerdem bleibe die in diesem Winter neu geschaffene Unterkunft in der "Housing Area" in Mainz-Gonsenheim bestehen. Zudem sei eine weitere ganzjährige Übernachtungsstelle in Planung. Das Konzept dafür stehe, man suche aber noch nach passenden Räumen.

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