SWR Frachtschiff bei Niedrigwasser (Foto: SWR)

Verbraucher sollten sich informieren Niedrigwasser im Rhein macht Heizöl teuer

Die lang anhaltende Trockenheit bereitet der Binnenschifffahrt Probleme. Denn mit fallenden Pegelständen können Schiffe weniger Ladung mitnehmen. Und das wirkt sich auch auf die Heizöl-Preise aus.

Das Niedrigwasser im Rhein sorgte in den vergangenen Wochen dafür, dass das Heizöl auch in Rheinhessen teurer wurde. Das teilte der Mainzer Heizölhändler Jörg auf SWR-Anfrage mit. Der Messgeräte-Hersteller Tecson ermittelte zuletzt einen Preis von 82 Euro für 100 Liter Heizöl - bei einem Kauf von 3.000 Litern, inklusive Mehrwertsteuer (Stand 8.10.2018). Der Grund: Wegen des Niedrigwassers können Frachtschiffe momentan nur an die 30 bis 40 Prozent ihrer Kapazitäten nutzen.

Dauer

Ölpreis so hoch wie lange nicht mehr

Trotzdem müssen Händler die vollen Transportkosten bezahlen. Pro tausend Liter Heizöl kämen rund 50 Euro höhere Frachtkosten zusammen, sagte der Mainzer Ölhändler. Auch deswegen sei der Ölpreis so hoch wie seit Jahren nicht. Am Montag ist der Preis leicht gefallen - er liegt aber noch auf hohem Niveau.

Eine Schifffahrtssperre wegen Niedrigwassers gibt es nach Angaben von Experten nicht. Es werde nur irgendwann unwirtschaftlich, Container per Schiff zu transportieren. Am Montagmorgen lag der Wasserstand am Pegel in Mainz bei 1,60 Meter - Tendenz leicht fallend.

Blick auf Heizölmarkt lohnt

Nach Angaben des Mainzer Heizölhändlers zögern viele rheinhessische Kunden noch mit dem Kauf, weil sie auf günstigere Preise hofften. Noch seien die Heizöl-Lager der Großhändler voll. Die Lieferzeit betrage aktuell etwa 20 Werktage. Etwa 39 Prozent der Einwohner in Rheinland-Pfalz nutzen Ölheizungen. Das sind über 700.000 Haushalte. Für die Verbraucher lohnt es sich einen Blick auf den aktuellen Heizölmarkt zu werfen.

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