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Die Stadt Worms präsentiert eine neue App zu Martin Luther. Digital entsteht das Worms im Jahr 1521.

Die Gegenwart soll mit der Vergangenheit verschmelzen. Das ist das Ziel der neuen Smartphone-App. Dazu nutzt dieses Programm eine neue Technik: die Augmented-Reality-Technologie. Damit werden digitale Inhalte in der realen Welt platziert.

Historische Gebäude entstehen in der realen Welt

Gezeichnete Häuser aus der Zeit Luthers werden an bestimmten Stellen in der Wormser Innenstadt in die Realität projeziert. Gleiches geschieht mit Personen. "Nutzer können sogar mit ihren Smartphones um diese historischen Gebäude herum und zwischen Personen hindurchlaufen", erklärt Prof. Dr. Alexander Wiebel vom Fachbereich Informatik der Wormser Hochschule. Unter seiner Leitung wurde die App konzipiert.

Ein gezeichneter historischer Wormser Turm ist in die reale Stadt hineinkopiert (Foto: Stadt Worms)
Die Kombination aus gezeichneten historischen Gebäuden und der Wirklichkeit: die neue Luther-App Stadt Worms

Wormser Plätze als Orientierung

Die Herausforderung sei gewesen, so Alexander Wiebel weiter, die Gebäude nicht irgendwo an beliebigen Orten erscheinen zu lassen, sondern dort, wo sie vor 500 Jahren gestanden haben. Die App orientiere sich deshalb an den in der Stadt verteilten Luther-Info-Stelen und an wiedererkennbaren Merkmalen in der Stadt. So führe sie Touristen und Luther-Interessierte zu den wichtigsten Stellen der Reformationsgeschichte in Worms.

Luther und der Wormser Reichstag

Im April 1521 hatte sich Martin Luther mehrere Tage in Worms aufgehalten. Er war vor den Reichstag nach Worms geladen worden, um vor Kaiser und der katholischen Kirche seine Thesen zu widerrufen. Das jedoch verweigerte der Reformator und sagte unter anderem seinen berühmten Satz: "Hier stehe ich und kann nicht anders."

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Spektakel Luther für jede*n — Martin Luther in Worms als große Multimediaproduktion

Der deutsch-iranische Komponist und Sounddesigner Parviz Mir-Ali ist ein Spezialist für Crossover-Produktionen, die ein breites Publikum anziehen. Er hat schon Soundtracks für die André Heller-Show und das Burgtheater komponiert, aber auch für ein Multimedia-Spektakel auf den Fassaden der Frankfurter Skyline. In Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche projiziert der Frankfurter Komponist ein Multimedia-Spektakel auf die Fassade der Wormser Dreifaltigkeitskirche. Die „Zeitmaschine" für dieses Event zum 500. Jahrestag von Luthers Gewissensentscheidung hat Parviz Mir-Ali selbst gebaut. Der „Luthermoment" ist ein Brückenschlag von 1521 bis heute.  mehr...

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