Zwei Angeklagte stehen vor dem Mainzer Amtsgericht. (Foto: SWR, Vanessa Siemers)

Nach Demonstration gegen Corona-Regeln

1.500 Euro Geldstrafe wegen gefälschten Attests

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Ein Maskenverweigerer hatte ein gefälschtes Attest vorgezeigt: Jetzt hat das Mainzer Amtsgericht ihn zu 1.500 Euro Geldstrafe verurteilt.

Der Mann aus dem Kreis Bad Kreuznach war zusammen mit seiner Ehefrau angeklagt. Der Vorwurf lautete: Gebrauch falscher Gesundheitszeugnisse. Die beiden sollen bei einer Protestkundgebung gegen die Corona-Maßnahmen gefälschte Atteste bei Polizeikontrollen vorgezeigt haben.

Angeklagter: "Freies Atmen ist ein Menschenrecht"

Der Ehemann gab vor Gericht zu, keine Maske getragen zu haben. Das Attest dafür habe er sich von einem unbekannten Arzt aus dem Internet ausgedruckt und seinen Namen eingefügt. Darauf fehlten sowohl die Diagnose als auch ein Ausstellungsdatum.

Wie der Mann vor Gericht bestätigte, leidet er unter keiner Erkrankung, die das Tragen einer Maske erschwere. Ihm sei es vor allem darum gegangen, frei atmen zu können. Dies sei ein Menschenrecht. Außerdem gab er an, auch nicht gegen Corona geimpft zu sein.

Seine Ehefrau wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Viele Demonstrierende zeigten falsche Atteste

Bei der Demonstration im September vergangenen Jahres am Mainzer Rheinufer waren viele Menschen ohne Maske unterwegs. Nach Angaben der Polizei zeigten nahezu alle Atteste vor, die sie von der Maskenpflicht befreiten.

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