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Die Polizei in Worms hat den selbst ernannten "Hardcore-Naturschützer" ausfindig gemacht. Der 45-jährige Wormser soll die Mitarbeiterin einer Baumschnitt-Firma massiv bedroht und beleidigt haben.

Die Mitarbeiterin habe den Mann gut beschrieben, dadurch habe man ihn schnell ausfindig machen können, heißt es von der Polizei. Man habe eine  Strafanzeige geschrieben und werde diese an die Staatsanwaltschaft übergeben. Der Mann soll in den kommenden Tagen vernommen werden.

Er will nicht, dass gefällt wird

Die Stadt Worms und die Baumschnitt-Firma werfen dem 45-Jährigen vor, Arbeiten im Naherholungsgebiet "Wäldchen" behindert zu haben. Die Stadt hatte im vergangenen Dezember die Firma beauftragt, kaputte Bäume zu fällen. Ende Dezember tauchte laut Stadt der Mann auf. Er wollte offenbar verhindern, dass eine abgestorbene Rotbuche auf einem Spielplatz gefällt wird. Ein Mitarbeiter der Firma konnte den Mann aber beruhigen.

"Ich schlag Dir ins Gesicht"

Einen Tag später tauchte der Mann morgens erneut im "Wäldchen" auf. Nach Angaben der Stadt schrie er die Mitarbeiter der Firma an und beschimpfte sie. Er gab an, ein sogenannter Hardcore-Umweltschützer zu sein. Dieses Mal ließ er sich nicht beruhigen. Als die Chefin der Firma die Polizei verständigte, verließ der Mann die Stelle, an der die Bäume gefällt wurden.

Nach Angaben der Stadt Worms drohte er der Frau noch und kündigte an, sie zu Hause zu besuchen, ihre Fahrzeuge zu zerstören und am Auto Bremsleitungen durchzuschneiden. Auch in Worms solle sie sich nicht mehr alleine blicken lassen, sonst würde er ihr mit Freunden auflauern, so sein Wortlaut. Nach Angaben der Firmenchefin sagte er zudem: "Ich schlage dir ins Gesicht, Mädchen!"

Scheiben eingeschlagen

Mitte Januar stellten Mitarbeiter der Firma dann nach Feierabend fest, dass sowohl ein Bagger als auch das Firmenfahrzeug beschädigt wurden. Beim Bagger wurden die Seitenscheiben eingeschlagen. Die Firma geht von einem Zusammenhang aus.

"Ein ungeheuerlicher Vorfall"

Stadtverwaltung Worms

Das sei ein beispielloser und ungeheuerlicher Vorfall, heißt es von Seiten der Stadt. Man sei empört. So etwas habe es in dieser Art noch nicht gegeben. Die im Stadtwald gefällten Bäume seien krank gewesen und stellten somit eine Gefährdung für Spaziergänger dar.

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