Mainz

Arzt bittet: Andere Flüchtlinge nicht vergessen

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Der Mainzer Arzt Gerhard Trabert ist auf dem Weg nach Lesbos, um dort zwei Geflüchtete zu behandeln. Seine Botschaft: Trotz des Ukraine-Kriegs dürfen Flüchtlinge aus anderen Ländern nicht vergessen werden. Im Gepäck hat Trabert unter anderem eine Beinprothese für einen jungen Mann, die in Mainz maßgefertigt wurde. Er lebt im Flüchtlingslager Moria 2.0. Dort seien die Wege zu Toiletten und Wasserstellen weit - eine Prothese sei für den Geflüchteten unverzichtbar, so Trabert. Mit seiner Reise möchte der Sozialmediziner auch darauf aufmerksam machen, dass es keine "Geflüchteten erster und zweiter Klasse" gibt. Die Solidarität der Deutschen mit den Ukrainern sei beeindruckend, aber es dürften nicht die Menschen aus Syrien, Afghanistan oder Somalia vergessen werden. Die Lebensbedingungen in europäischen Flüchtlingslagern seien immer noch katastrophal und müssten weiter angeprangert werden und auch das Sterben bei der Flucht übers Mittelmeer müsse weiter verhindert werden.

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