Léni Falkenstein vom OSG Mainz lächelt nach ihrem Sieg beim Bundesvorlesewettbewerb in die Kamera.

550.000 Teilnehmende

Schülerin aus Mainz gewinnt Bundesvorlesewettbewerb

Stand
Autor/in
Golo Schlenk

Léni Falkenstein, Schülerin des Otto-Schott-Gymnasiums in Mainz, hat den Bundesvorlesewettbewerb in Berlin gewonnen. Teilgenommen hatten 550.000 Schülerinnen und Schüler.

Die dreitägige Reise nach Berlin hat sich für Léni Falkenstein gelohnt. Die Schülerin der Klasse 6b am Mainzer Otto-Schott-Gymnasium (OSG) kehrt als Siegerin des Bundesvorlesewettbewerbs zurück. Sie setzte sich gegen etwa 550.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland durch.

Beim Finale in Berlin trat Léni gegen die 15 Landessiegerinnen und -sieger an. Die 12-Jährige überzeugte die Jury mit einer dreiminütigen Passage aus dem Buch "Ich, meine fürchterlich nette Familie und andere Katastrophen" von Michaela Beck, ein Buch über eine Patchworkfamilie. "Du hast Dir eine richtig schön freche Textstelle ausgesucht, du hast sie auch genauso interpretiert, genauso gehörte sie vorgetragen. Das hat mir super gefallen", lobte Jury-Sprecherin Angelika Schaack.

Finalentscheidung wurde live zum OSG Mainz übertragen

Die zweistündige Entscheidung in Berlin wurde im RBB live übertragen. Im Mainzer OSG schaute Lénis Klasse mit Deutschlehrerin Sandra Arand-Jakobs zu und fieberte mit Léni mit. Nach der Jury-Entscheidung brach in der Klasse Riesen-Jubel aus. "Die sind ausgerastet, die haben die ganze Schule zusammengeschrien", berichtet die Schülerin im SWR-Interview.

Dass Léni Falkenstein im entscheidenden Moment so souverän vorlesen konnte, war nicht selbstverständlich, trotz ihrer Siege in den Vor-Wettbewerben: "Ich war sehr aufgeregt, aber als ich gelesen habe, war alles weg." In den Tagen zuvor waren Léni und die anderen Finalistinnen und Finalisten auf das Finale vorbereitet worden und hatten Tipps bekommen, was eine gute Vorlesung ausmacht.

Gute Ratschläge beim Bundesvorlesewettbewerb

"Wenn die Textstelle lustig ist, dann muss man sie auch lustig vortragen, das mag die Jury besonders. Und wenn man ein, zweimal Blickkontakt hat, wirkt die Lesung persönlicher", verrät Léni Falkenstein. Die Ratschläge der Profis will sie sich dauerhaft zu Herzen nehmen, denn auch Lénis Berufswunsch hat mit vorlesen zu tun. Sie will Schauspielerin werden.

Als Preis bringt Léni neben dem Wanderpokal des Wettbewerbs auch einen Bücherscheck mit nach Mainz. Aber auch ihre Schule profitiert von ihrem Sieg. Die Bibliothek bekommt ein umfangreiches Bücherpaket, und ein Wunschautor oder -autorin kommt zu einer Lesung ans OSG. Und auch im nächsten Jahr ist Léni wieder beim Bundesfinale - dann allerdings in der Jury.

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