Helfer des THW beim Einsatz nach der Hochwasser-Flut in der Eifel. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Oliver Berg)

Nach Hochwasser in der Eifel

THW Mainz schickt Führungskräfte in Katastrophengebiet

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Das Technische Hilfswerk THW in Mainz wird in den kommenden Tagen Führungskräfte ins Hochwassergebiet im Kreis Ahrweiler schicken.

Auch Helfer aus den Bereichen Infrastruktur und Bergung werden in den nächsten Wochen voraussichtlich wieder ins Katastrophengebiet aufbrechen. Seit der Flutkatastrophe Mitte Juli sei der Mainzer Ortsverband ununterbrochen im Kreis Ahrweiler im Einsatz gewesen, sagte ein Sprecher dem SWR. Viele der ehrenamtlichen Helfer seien auch schon mehrfach dort gewesen.

"Bis das THW sich zurückzieht, wird es noch etliche Wochen dauern."

Das Mainzer THW habe zum Beispiel dabei geholfen, eine Behelfsbrücke zu bauen oder zu prüfen, welche Gebäude einsturzgefährdet sind. Vergangene Woche hätten die Mainzer Kräfte ein Container-Dorf eingerichtet und eine Kläranlage in Gang gebracht. Insgesamt haben nach Angaben des Ortsverbandes mehr als 70 Einsatzkräfte über 10.000 Einsatzstunden im Kreis Ahrweiler geleistet. Es sei davon auszugehen, dass die Hilfe noch etliche Wochen andauern werde.

Mitgliederansturm beim Mainzer THW

Unterdessen bewerben sich viele Menschen beim Technischen Hilfswerk THW in Mainz. Dort arbeiten jetzt schon etwa 150 Einsatzkräfte ehrenamtlich. Seit der Flutkatastrophe in der Eifel haben sich zahlreiche Interessierte gemeldet, die nach einer Mitgliedschaft gefragt haben. Nach Angaben von Frank Cloß vom Ortsverband Mainz sind in den vergangenen vier Wochen mehr als 70 Anfragen eingegangen.

Viele Interessenten würden angeben, dass sie schon länger über eine Mitarbeit im THW nachdenken und die Hochwasserkatastrophe ihre Entscheidung beschleunigt hat.

Keine Hilfe in der Flutregion möglich

Allerdings sei es nicht möglich, direkt in die Katastrophengebiete zu fahren und aktiv zu werden. Denn die Einsatzkräfte würden in erster Linie mit technischem Gerät helfen, wofür zunächst eine entsprechende Ausbildung nötig sei. Beispielsweise würden die THW-Spezialisten beim Brückenbau helfen, verschüttete Personen bergen und Elektro-, Abwasser- und Wasserleitungen legen.

Nach der Hochwasser-Flut in der Eifel war das THW rund um die Uhr im Einsatz.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Harald Tittel)
picture alliance/dpa | Harald Tittel

Die Grundausbildung beim THW dauert sechs bis zwölf Monate. Die Kurse finden am Wochenende oder abends statt, denn beim Ortsverband Mainz arbeiten alle ehrenamtlich. Die Ausbildungsgruppe lernt nicht nur die Strukturen des THW, sondern auch die Geräte kennen.

Infoveranstaltung für Freiwillige im September

Um über die ehrenamtliche Mitarbeit zu informieren, gab es laut THW Mainz bereits eine erste Infoveranstaltung. 30 Menschen hätten daran teilgenommen, sechs seien anschließend Mitglied geworden. Eine zweite Infoveranstaltung ist im September geplant.

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