Das THW in Wörrstadt wurde direkt nach der Flutkatastrphe alarmiert. Das Team lud in Wörrstadt (Kreis Alzey-Worms) eine zerlegte  Trinkwasseraufbereitungsanlage auf. Inzwischen steht die Anlage in Schuld im Kreis Ahrweiler und versorgt Menschen mit Wasser.  (Foto: SWR, A. Dietz)

Region fordert nach Überflutungen Hilfe an

Rheinhessen schickt Katastrophenhelfer in die Eifel

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Feuerwehren und das THW aus der Region Rheinhessen-Nahe sind derzeit in den Katastrophengebieten im nördlichen Rheinland-Pfalz. Dort unterstützen sie die Rettungskräfte.

Die Feuerwehr des Landkreises Mainz-Bingen habe in der Nacht etwa 96.000 Sandsäcke in die Region Bad Neuenahr gebracht, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung am Donnerstagvormittag. Zusätzlich sei eine technische Einsatzleitung aus dem Bereich Gesundheit losgeschickt worden. Diese solle vor Ort entscheiden, ob beispielsweise Krankenhäuser oder Altenheime evakuiert werden müssten. Insgesamt seien bisher acht Kräfte aus dem Kreis Mainz-Bingen im Einsatz, weitere könnten folgen.

Nach den starken Regenfällen und Überschwemmungen haben heute Abend die Kreise BitburgPrüm und Vulkaneifel den Katastrophenfall ausgerufen. Helfer des THW in Rheinland-Pfalz beladen Lastwagen mit technischem Gerät. (Foto: THW LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland)
Helfer des THW nach dem Unwetter im Norden von Rheinland-Pfalz beladen Lastwagen mit technischem Gerät. THW LV Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Der Landkreis Alzey-Worms schickt 29 Hilfskräfte der Feuerwehr mit sieben Fahrzeugen in den Norden von Rheinland-Pfalz. Nach Angaben einer Sprecherin haben sie Trinkwasseraufbereitungsanlagen, sowie Tauchpumpen und Stromerzeuger dabei.

Mainzer Feuerwehr soll koordinieren

Die Mainzer Feuerwehr hat noch in der Nacht auf Donnerstag die ersten zwei Einsatzfahrzeuge mit Besatzung in die Eifel geschickt. Außerdem, so ein Sprecher, habe die Aufsichtsbehörde in Trier eine technische Einsatzleitung aus Mainz angefordert. Diese helfe dabei, die Hilfskräfte dort zu koordinieren. Insgesamt seien zwölf Leute im Einsatz. Man stelle sich aber darauf ein, noch weitere Kollegen aus Mainz loszuschicken. Geprüft werde derzeit auch, ob die Mainzer Einsatzkräfte täglich ausgetauscht werden könnten.

Leere Fahrzeughalle des THW Mainz (Foto: THW Mainz)
Leere Fahrzeughalle des THW Mainz THW Mainz

THW hilft beim Befüllen von Sandsäcken

Zahlreiche Fahrzeuge Technischen Hilfswerks (THW) Mainz seien Mittwochabend in die Katastrophenregion aufgebrochen. Unter anderem helfen die Mitarbeiter dabei, Sandsäcke zu befüllen. Zudem stellt das THW Notstrom-Aggregate und Funkmasten zur Verfügung.

Straße in Kordel (RLP), die nach dem Hochwasser 2021 unter Wasser steht. Am Wasserrand befinden sich drei Boote der Feuerwehr und zwei Einsatzkräfte (Foto: SWR, Eva Lamby-Schmitt)
Eva Lamby-Schmitt

Das THW Wörrstadt bringt eine Wasseraufbereitungsanlage in den Raum Kordel im Kreis Trier-Saarburg. Der Ort ist von der Außenwelt abgeschnitten.

Aus Wiesbaden wurden Höhenretter der Feuerwehr inklusive Hubschrauber in die Eifel entsandt. Sie haben bereits mehrere Menschen gerettet, die von den Wassermassen eingeschlossen waren.

Die luftgestützte Höhenrettung der Wiesbadener Feuerwehr macht sich bereit für den Hochwassereinsatz im nördlichen Rheinland-Pfalz.  (Foto: Feuerwehr Wiesbaden)
Die luftgestützte Höhenrettung der Wiesbadener Feuerwehr ist seit Beginn der Bergungsarbeiten in den Katastrophengebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Feuerwehr Wiesbaden

Zugverkehr entlang des Rheins unterbrochen

Am Mainzer Hauptbahnhof kam es am Vormittag zu Zugausfällen und Verspätungen. Betroffen waren vor allem Verbindungen nach Nordrhein-Westfalen in Richtung Bonn und Köln. Gestrichen wurde auch ein Zug nach Innsbruck in Österreich. An den Bahnhöfen in Worms und Bingen fielen ebenfalls Züge aus. Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt bei der Deutschen Bahn zu informieren.

Polizei richtet Vermisstenhotline ein

Die Polizei Koblenz hat eine Personenauskunftsstelle eingerichtet. Hier können sich besorgte Angehörige melden, die jemanden vermissen: 0800-6565651.

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