Katharina Binz holt das Direktmandat für die Grünen in Mainz (Foto: SWR)

Überraschung im Wahlkreis Mainz I

Mainz: Grüne holen erstes Direktmandat bei Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

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Überraschung in Mainz: Katharina Binz hat im Wahlkreis I in Mainz das erste Direktmandat für Bündnis 90/Die Grünen in Rheinland-Pfalz geholt. Sie setzte sich knapp gegen Johannes Klomann (SPD) durch.

Hatte Binz zu Beginn der Auszählungen noch hinter Klomann gelegen, holte sie im Laufe des Abends auf. Das vorläufige Endergebnis lautete dann: 29,6 Prozent für Binz, 29,2 Prozent für Klomann. Klomann hatte bei der Landtagswahl 2016 noch das Direktmandat geholt. Auch über die Landesliste seiner Partei hat er es nach Angaben der Pressestelle der SPD-Landtagsfraktion knapp nicht geschafft, Klomann wird also nicht im nächsten Landtag sitzen. Binz gehört bereits seit 2017 dem Landtag an.

"Ich bin ein wenig fassungslos, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass es klappt. Ich bin unglaublich stolz und freue mich total."

Der Kandidat der CDU im Wahlkreis Mainz I, Gerd Schreiner, errang 17,4 Prozent der Stimmen. Über einen Listenplatz ist er aber wieder im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten.

Direktmandate in Wahlkreis Mainz II und III an SPD

In den beiden anderen Mainzer Wahlkreisen II und III gingen die Direktmandate an die SPD. Die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen kam im Wahlkreis Mainz II auf 30,8 Prozent und Patric Müller holte im Wahlkreis Mainz III 33,9 Prozent. Ahnen hatte den Wahlkreis auch schon bei der vorherigen Landtagswahl 2016 gewonnen.

Die CDU-Kandidaten in diesen beiden Wahlkreisen werden nicht in den Landtag einziehen. Sabine Flegel, Vorsitzende des Mainzer CDU-Kreisverbandes, erhielt 27,1 Prozent. Hannsgeorg Schönig kam auf 29,2 Prozent der Stimmen. Sie stehen auf der Landesliste der CDU auf hinteren Plätzen.

Vorläufiges Endergebnis für Mainz

Das vorläufige Endergebnis der Landesstimmen für Mainz lautet: SPD 34,1 Prozent, CDU, 21,5 Prozent, B'90/Grüne 18,7 Prozent, FDP 5,4 Prozent, AfD 4,4 Prozent, Die Linke 3,9 Prozent, Andere 11,8 Prozent. Die Wahlbeteilung lag laut Stadt bei 69 Prozent.

Neuer Wahlkreis in Mainz

In Mainz gab es bei dieser Landtagswahl zum ersten Mal drei statt zwei Wahlkreise. Die Stadt hat mittlerweile so viele Einwohner, dass ein weiterer Wahlkreis geschaffen werden musste. Damit wird die Zahl der Stimmberechtigten besser auf die Wahlkreise verteilt.

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