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Immer mehr Rehe in Rheinhessen fallen wildernden Hunden zum Opfer. Der Landesjagdverband mit Sitz in Gensingen richtet sich deshalb direkt an die Hundehalter.

Besonders derzeit sei es wichtig, die Hunde an der Leine zu halten, so ein Sprecher des Landesjagdverbandes. Im Frühjahr seien die Wildtiere noch mehr gefährdet als sonst. Wenn ein hochträchtiges Reh von einem Hund gejagt werde, bereite das dem Tier großen Stress. Selbst wenn es fliehen könne, bestehe die Gefahr von Fehlgeburten oder, dass das Tier sich in einem Zaun verfange.

Rehe sterben qualvoll

Außerdem seien Haushunde üblicherweise ungeübte Jäger, was zu einem sehr qualvollen Tod für ein Reh führen könne. Hunde sollten deshalb stets an der Leine und ihre Halter mit ihnen auf den Wegen bleiben. Sobald die Hunde in den Wald oder ins Unterholz liefen, seien die Wildtiere alarmiert.

Vermehrt tote Tiere in Rheinhessen und der Pfalz

Zuletzt hatten Jäger in Rheinhessen vermehrt von toten Rehen berichtet, die vermutlich von Hunden gerissen wurden. Mitte März hatte ein freilaufender Hund in Bingen eine trächtige Füchsin gerissen. Zwei der Welpen überlebten und wurden von einer Wildtierexpertin gepflegt und versorgt.

Auch in Zweibrücken wurden nach Angaben der Unteren Jagdbehörde in den vergangenen Wochen Rehkitze und tragende Ricken von Hunden gehetzt und schwer verletzt. Die Rehe seien entweder an ihren Verletzungen gestorben oder hätten von Jägern erlöst werden müssen. Die Vorfälle hätten sich unter anderem in den Naherholungsgebieten Birkhausen und Fasanerie ereignet.

Waldalgesheim

Füchsin in Bingen gerissen Tierschützerin päppelt verwaiste Fuchsbabys auf

Bei Bingen haben Spaziergänger vor Wochen eine tote trächtige Füchsin gefunden. Glück im Unglück: Zwei ihrer Welpen überlebten und werden seitdem erfolgreich von einer Tierschützerin aufgepäppelt.  mehr...

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