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Nach jahrelanger Vorbereitung startet die Landesausstellung zur mittelalterlichen Kaiserzeit im Landesmuseum Mainz. Nach einer Feierstunde am Abend ist die Ausstellung ab Mittwoch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Sonderausstellung mit dem Titel "Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa" will neue Blicke auf die Zeit der mittelalterlichen Kaiser ermöglichen.

Zur Eröffnung der Schau sagte der rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf (SPD), die überregionale Strahlkraft großer Sonderausstellungen habe ein besonderes Potenzial, um Kulturstandorte weiterzuentwickeln.

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Kaiserzeit im Mittelalter

Die Ausstellung will erstmals zusammenhängend darstellen, dass die Region rund um Mainz, Ingelheim und Speyer vor gut 1.000 Jahren ein europäisches Machtzentrum war.

Sie beleuchte den Wirkverbund der Entscheidungsgewalt im Früh- und Hochmittelalter, erklärte der wissenschaftliche Leiter der Ausstellung, Bernd Schneidmüller. "Ein Kaiser musste Furcht verbreiten und Liebe auf sich ziehen." Aber nur zehn Prozent der Bevölkerung im Mittelalter hätten einen Anteil an den Säulen der Macht gehabt. Die Ausstellung wolle die übrigen 90 Prozent zumindest spotlichtartig sichtbar machen.

Highlights aus der Ausstellung

Die Große Mainzer Adlerfibel ist ein einzigartiges und eines der prachtvollsten Beispiele mittelalterlicher Handwerkskunst. (Foto: GDKE Rheinland-Pfalz - Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer))
Die Große Mainzer Adlerfibel ist ein einzigartiges und eines der prachtvollsten Beispiele mittelalterlicher Handwerkskunst. GDKE Rheinland-Pfalz - Landesmuseum Mainz (Foto: Ursula Rudischer) Bild in Detailansicht öffnen
Die Goldene Bulle - Exemplar des Erzbischofs von Mainz. Der Name der Urkunde leitet sich von der Art der Besiegelung ab, wobei Goldbullen recht häufig für Kaiser- oder Königsurkunden verwendet wurden. Österreichisches Staatsarchiv Bild in Detailansicht öffnen
Das prachtvolle Armreliquiar Karls des Großen - mit einer Darstellung seiner Frau, der Königin Beatrix - zeugt von der besonderen Verehrung des karolingischen Herrschers, die durch dessen Heiligsprechung im Jahr 1165 noch gefördert wurde. bpk | RMN - Grand Palais | Daniel Arnaudet Bild in Detailansicht öffnen
Willigiskasel: Kasel des Mainzer Erzbischofs Willigis (975-1011). Seit frühchristlicher Zeit ist die Kasel das zentrale Gewand des Geistlichen bei der Messfeier. Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Mainz (Foto: Marcel Schawe) Bild in Detailansicht öffnen

Das Ausstellungsprojekt erstreckt sich von der Herrschaft des im Jahr 800 gekrönten Kaisers Karl der Große bis zu dem 1190 gestorbenen Friedrich Barbarossa. Zu den Leihgaben für die Landesausstellung gehören etwa das Armreliquiar Karls des Großen aus dem Pariser Louvre, die Urkunde der Eheschließung von Kaiserin Theophanu mit Otto II. aus dem Jahr 972 und der Codex Manesse, die im 14. Jahrhundert entstandene Heidelberger Liederhandschrift.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation müssen Tickets für die Ausstellung online gebucht werden. Die Karten sind zeitgebunden und können nicht storniert oder umgebucht werden. Mit dem Online-Ticket können Besucher direkt in die Ausstellung gehen und müssen sich nicht zusätzlich an der Kasse anstellen.

Die Ausstellung im Landesmuseum Mainz dauert bis zum 18. April 2021.

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