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Die Klärschlammverbrennungsanlage in Mainz-Mombach wird voraussichtlich Ende August in Betrieb genommen. Zuvor läuft die Anlage vier Wochen im Probebetrieb.

Anfang August soll der Probebetrieb unter Volllast starten, sagt Herbert Hochgürtel von der Thermischen Verwertung Mainz, kurz TVM, die die Anlage betreibt. Zurzeit werde bereits der Klärschlamm aus der Kläranlage des Wirtschaftsbetriebs in Mainz-Mombach verbrannt.

Rheinhessische Kommunen machen mit

Wenn die Anlage dann in den Regelbetrieb gehe, werde Klärschlamm aus zahlreichen Kläranlagen aus ganz Rheinland-Pfalz zur Verbrennung angeliefert, zum Beispiel aus den Kläranlagen im rheinhessischen Gau-Bickelheim und Saulheim. Aber auch die Stadtentwässerung Kaiserslautern will nach Mainz liefern.

Eine komplexes System an Rohrleitungen im innerern der Klärsch (Foto: TVM GmbH)
Das Innerer der neuen Klärschlammverbrennungsanlage TVM GmbH

Anlage versorgt sich selbst mit Strom

Durch das Verbrennen des Klärschlamms entsteht heißes Gas, das in der Anlage einen Kessel aufheizt. Im Kessel entsteht Dampf, damit wird ein Generator angetrieben, der wiederum Strom erzeugt. Mit diesem Strom werden die Verbrennungsanlage selbst, sowie die Kläranlage in Mainz-Mombach und rund 4.000 Haushalte versorgt.

Kosten von 44 Millionen Euro

Die Klärschlammverbrennungsanlage in Mainz ist laut Hochgürtel die einzige Anlage dieser Art in Rheinland-Pfalz. Der Bau der Anlage habe rund 44 Millionen Euro gekostet, die von der TVM über Kredite finanziert wurden - dazu kamen Fördergelder der EU. Einer der Gesellschafter der TVM ist der Wirtschaftsbetrieb der Stadt Mainz. Anwohner hatten vor dem Oberverwaltungsgericht in Koblenz geklagt, weil sie eine erhöhte Schadstoffbelastung und mehr Schwerlast-Verkehr fürchten.

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