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Die Zusammenarbeit zwischen dem Kreis Bad Kreuznach und der Baptistengemeinde habe sich verbessert, so die Kreisverwaltung. Die Baptistengemeinde hat verbindliche Zusagen gemacht.

Um die Corona-Infektionen im Kreis einzudämmen und die Kontakte der Corona-Infizierten in der Gemeinde zu finden, hat die Baptistengemeinde der Kreisverwaltung ihre Zusammenarbeit zugesichert. Laut Kreisverwaltung hat die Leitung der Gemeinde der Stabsstelle Corona verbindlich zugesagt, dass bis Ende April im Bethaus keine Gottesdienste oder ähnliche Treffen stattfinden. Auch Hausgottesdienste gibt es nicht. Als Ersatz sind nur online Veranstaltungen vorgesehen.

Hilfe bei Kontaktnachverfolgung

Die Baptistengemeinde will der Corona-Stabsstelle ihre aktuelle Mitgliederliste mit Telefonnummern und Emailadressen überlassen. Damit die Kontaktpersonen, der mit dem Corona-Virus infizierten Personen, verständigt werden können, händigt die Gemeinde zudem die Liste aller Gottesdienstbesucher der vergangenen vier Wochenenden aus. Darin sind vor allem die besonders vermerkt, die keine Mitglieder der Gemeinde sind.

Außerdem sagt die Leitung der Baptistengemeinde zu, dass mit den Gemeindemitgliedern, die in Quarantäne sind, ständigen Kontakt hält. Sie will sie regelmäßig daran erinnern, die Quarantäneregeln einzuhalten.

Die Baptistengemeinde hat zudem eine Hygienebegehung des Bethauses mit dem Gesundheitsamt angeregt.

Viele Infektionen bei den Baptisten

Allein 25 Infektionen gab es in der Baptisten-Gemeinde in Kirn-Kallenfels. Sie verteilen sich nach Angaben der Kreisverwaltung auf die Kreise Bad Kreuznach und Birkenfeld. Erste Fälle seien bereits zu Jahresbeginn aufgetreten. Die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft hatten sich zuerst geweigert, Kontakte weiterzugeben. Zudem sollen sie bewusst falsche Angaben gemacht haben.

Kreis hatte Schwierigkeiten Kontaktpersonen zu finden

Der Kreis leiste Detektivarbeit, um möglicherweise infizierte Kontaktpersonen zu ermitteln, kritisierte die Landrätin des Kreises Bad Kreuznach, Bettina Dickes (CDU), noch am Donnerstag. Erst am Freitag hat ein Vertreter der Baptisten mit dem Leiter der Stabsstelle Corona beim Kreis, Ron Budschat, telefoniert. Darin habe der Baptist erste Zusagen gemacht. Schon am Wochenende wollte er keine Gottesdienste mehr stattfinden lassen. Er wolle die Gemeindemitglieder zudem zur Einhaltung der Quarantäne und zur Zusammenarbeit aufrufen. Budschat bezeichnete das Gespräch als Beginn einer Kommunikation.

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Corona-Ausbrüche auch in Kita und Großfamilien

Weitere Ausbrüche meldet eine Kindertagesstätte in Kirn, hier seien 19 Kinder, vier Erzieher und zwei Reinigungskräfte infiziert. Auch vier Großfamilien aus Kirn sind laut Kreisverwaltung betroffen. Deren Kinder hätten verschiedene Schulen und Kitas im Landkreis besucht. Insgesamt hätten sich in der Verbandsgemeinde Kirner Land 78 Menschen neu mit Corona infiziert. Nach Angaben der Kreisverwaltung liegt der Inzidenzwert allein auf die Stadt Kirn gerechnet bei 511 (Stand 15.04.21).

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Etwa 1.000 Menschen in Quarantäne

Insgesamt habe man gut 1.000 enge Kontaktpersonen ermittelt, die in Quarantäne müssten. Die Stadt Kirn hat rund 8.500 Einwohner. Die Zusammenarbeit mit der Kita und den vier Großfamilien laufe gut, so Landrätin Dickes. Die betroffene Kita ist geschlossen. Zwei Kirner Schulen schließen zunächst bis einschließlich kommenden Dienstag. Die Inzidenz im gesamten Kreis Bad Kreuznach liegt aktuell bei 140,8 (Stand 19.04.21).

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