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In einem Naturschutzgebiet in Bad Kreuznach ist erstmals in Rheinland-Pfalz die gebietsfremde Wasserpflanze "Karolina-Haarnixe" nachgewiesen worden. Die Pflanze muss aufwändig entfernt werden.

Die "Karolina-Haarnixe" hat sich nach Angaben der Oberen Naturschutzbehörde SGD in dem Naturschutzgebiet "Am Grubenkopf" in vier kleinen Seen und Tümpeln ausgebreitet. Die Gewässer müssten nun trockengelegt werden, um der Pflanze die Nahrung zu entziehen. Ein bloßes Entfernen reiche nicht aus, weil selbst kleinste Pflanzenteile neu auskeimen könnten, so die Naturschutzbehörde. Für die fachgerechte Entfernung des sogenannten Neophyten werde das Gebiet gesperrt. Unter Neophyten versteht man Pflanzen, die sich in Gebieten ansiedeln, in denen sie zuvor nicht heimisch waren.

Wasserpflanze wuchert stark und kann Leitungen verstopfen

Die mehrjährige Pflanze stammt ursprünglich aus Amerika und wird in Aquarien genutzt. Nach Angaben der SGD besteht die Gefahr, dass sie heimische Arten bedroht, sollte sie sich hierzulande in der Natur weiter ausbreiten. Große Bestände der stark wachsenden und widerstandsfähige Pflanze könnten auch Schiff- und Bootsfahrt beeinträchtigen sowie Wasserleitungen und Reservoirs verstopfen.

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