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Seit Donnerstag werden in den fünf Impfzentren in Rheinhessen und an der Nahe Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Die erste Bilanz fällt positiv aus.

Nach Angaben der Impfzentren in Ingelheim und Mainz habe in den ersten beiden Impftagen alles ohne Probleme funktioniert. Laut Kreisverwaltung Mainz-Bingen wurden am Donnerstag und Freitag rund 170 Menschen in Ingelheim geimpft, in Mainz waren es nach Stadtangaben etwa 300. Am Wochenende sind beide Impfzentren geschlossen. Ab Montag wird aber wieder täglich von 8 bis 16 Uhr geimpft. Dafür stehen in Mainz rund 200 Impfdosen pro Tag zur Verfügung, in Ingelheim knapp 250.

Im Impfzentrum für den Kreis Bad Kreuznach in Bad Sobernheim standen am Donnerstag und Freitag zunächst jeweils 80 Impfstoff-Dosen zur Verfügung. Der Betrieb lief an diesen Tagen deshalb halbtags. Ab der kommenden Woche soll das Impfzentrum ganztägig geöffnet sein. Dann sind 170 Impfungen pro Tag geplant.

Ausreichend Personal in Alzey und Worms

Im Wormser Impfzentrum standen für Donnerstag und Freitag jeweils 50 Impfdosen zur Verfügung. Nächste Woche soll auf 90 pro Tag erhöht werden. Im Alzeyer Impfzentrum wollte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) an den ersten beiden Tagen noch nicht die volle Kapazität nutzen, um Abläufe optimieren zu können. Zunächst sollten 70 Menschen pro Tag geimpft werden, die Termine seien fast ausgebucht gewesen. Ab nächster Woche sollen dann etwa 170 Menschen pro Tag geimpft werden können.

Personal ist den Angaben zufolge in beiden Zentren genug vorhanden: In Worms haben sich laut Stadt viele Ärzte und Apotheker freiwillig zur Mitarbeit im Impfzentrum gemeldet. In Alzey hatte man die Idee, Krankenpflegeazubis im letzten Ausbildungsjahr um Hilfe zu bitten. Laut Deutschem Rotem Kreuz (DRK), das für das Alzeyer Impfzentrum verantwortlich ist, hätten sich trotz Ferien acht Auszubildende gemeldet, die bereits beim Impfen in Altenheimen erste Erfahrungen sammeln konnten.

"Mittler" helfen bei Terminvergabe in Worms, Corona-Hotline in VG Rhein-Selz

Hilfe bei der Anmeldung zum Impfen will die Stadt Worms bieten. Oberbürgermeister Adolf Kessel (CDU) sagte dem SWR, die Stadt wolle mit sogenannten Mittlern den älteren Menschen bei der Terminvergabe an der Telefon-Hotline oder online helfen. Seit Beginn der landesweiten Terminvergabe hatte es Kritik gegeben, dass vor allem die Terminvergabe für ältere Menschen zu kompliziert sei. Diese "Mittler", so Kessel, werden im Wormser Rathaus und den einzelnen Ortsverwaltungen ansprechbar sein und den über 80-Jährigen Impftermine für das Wormser Impfzentrum besorgen.

In der Verbandsgemeinde Rhein-Selz hat Bürgermeister Klaus Penzer (SPD) die Telefonnummer seines Vorzimmers zur Corona-Hotline freischalten lassen. Unter der Nummer der Verbandsgemeinde-Verwaltung und der Durchwahl 222 werden Fragen rund um Impftermine, Impfzentren und Voraussetzungen beantwortet.

Corona-Impfung zunächst nur für bestimmte Gruppen

Bei den Impfzentren in Rheinland-Pfalz gilt das Wohnortprinzip: Man kann sich nur im Impfzentrum seiner Stadt oder seines Kreises impfen lassen. Zunächst sind Menschen über 80 Jahre sowie Mitarbeitende von Rettungs- und ambulanten Pflegediensten an der Reihe. Pflegebedürftige zuhause, die nicht mobil sind, können nach Angaben des Kreissprechers von Bad Kreuznach zunächst nicht geimpft werden. Grund hierfür sei, dass die Lagerung des Impfstoffes sehr aufwendig sei. Sobald der Impfstoff in die Spritze komme, sei er nicht mehr transportfähig. Auch Impfungen beim Hausarzt sind zunächst nicht möglich.

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