Hindernisse in der Stadt

Im Rollstuhl unterwegs in Mainz

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AUTOR/IN
Caro Keil

Trotz Kopfsteinpflaster, Gullis und Schlaglöchern ist Mainz recht barrierefrei. So erlebt es zumindest Irene Alberti, die hier im Rollstuhl unterwegs ist.

Sie fährt sehr vorausschauend, hat immer im Blick, wo der Bordstein abgesenkt ist, damit sie gut rauf und wieder runter kommt. Vor allem auf Löcher in Gullis oder im Boden achtet sie, denn die kleinen Vorderräder am Rollstuhl könnten sich darin verhaken. Der Rollstuhl könnte kippen. „Dann lande ich auf der Straße“, erklärt Irene. Das sei ihr bisher nur einmal passiert. Damals hatte sie eine Treppenstufe übersehen, weil sie nicht nach unten geschaut hat. Im Gegensatz zu „Smombies“, also Menschen, die im Laufen kopfrunter auf ihr Smartphone starren, die dazu angehalten sind, hochzuschauen, will Irene nach unten gucken, um mögliche Hindernisse, wie Treppen, aber auch Äste rechtzeitig zu sehen. Dankbar ist sie für Kopfsteinpflaster, dessen Fugen mit Erde aufgefüllt sind, und für Menschen, die ihr Hilfe anbieten. Nur dabei bitte nicht vor sie hinknieen. Das empfindet Irene als unangenehm. „Das hat für mich den Effekt eines Heiratsantrags“, lacht Irene, die tatsächlich verlobt ist.

Mainz

Unterwegs in der Stadt Wie barrierefrei ist Mainz? Erfahrungen einer Rollstuhlfahrerin

Trotz Kopfsteinpflaster, Gullis und Schlaglöchern ist Mainz recht barrierefrei. So sieht es Irene Alberti, die hier im Rollstuhl unterwegs ist.

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Caro Keil