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Der Maifeiertag steht vor der Tür - die üblichen Feierlichkeiten fallen dieses Jahr wegen Corona aber flach. Die Ordnungsbehörden in der Mainzer Region haben angekündigt, Ausgangssperre und Corona-Regeln konsequent zu kontrollieren.

So weist die Stadt Mainz darauf hin, dass in der Nacht zum 1. Mai Zusammenkünfte, die in dieser sogenannten Hexennacht normalerweise stattfinden, "definitiv kein triftiger Grund für eine Ausnahme von der Ausgangssperre" seien.

Stadt Mainz: Bußgelder von bis zu 500 Euro

Wer sich nicht an die geltenden Corona-Regeln hält, muss nach Angaben der Stadt mit teilweise hohen Bußgeldern rechnen: Bei unzulässigen Ansammlungen etwa sei mit 100 Euro je Teilnehmer und 500 Euro für einen möglichen Organisator zu rechnen.

Wenn Alkohol im Spiel sei, drohten weitere 100 Euro für den Konsumenten und 500 Euro für denjenigen, der ausschenkt. Die gleichen Regeln gelten nach Angaben der Kreisverwaltung auch für den Kreis Mainz-Bingen.

Kontaktbeschränkungen gelten auch in Privatwohnungen

Weil die Inzidenz in Mainz und dem umliegenden Kreisen derzeit über 100 liegt, darf sich ein Haushalt nur mit einer weiteren Person treffen - Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen. Diese Regel gilt nach der sogenannten Bundesnotbremse auch in Privatwohnungen. Die Stadt Mainz teilt mit, dass auch hier dem Veranstalter einer privaten "Feier" 500 Euro und jedem Teilnehmer 100 Euro Bußgeld drohten.

Das Land Rheinland-Pfalz sieht bei Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen im privaten Raum eigentlich ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro pro Person vor. Bei Feiern mit lauter Musik und Alkohol hätte das Vergehen aber eine höhere Wertigkeit, sagte ein Sprecher der Stadt Mainz auf SWR-Anfrage.

Kontrollen auch in Kreisen Alzey-Worms und Bad Kreuznach

Die Polizeiinspektion Bad Kreuznach teilte auf SWR-Anfrage mit, dass man mögliche Feierlichkeiten im Augen behalte, weil die Bereitschaft in der Bevölkerung, etwas zu machen, schon da sei. Die Polizei sei deshalb hellhörig und flexibel und würde auch verstärkt Beamte zur Kontrolle einsetzen.

Auch im Kreis Alzey-Worms soll nach Angaben der Kreisverwaltung stärker kontrolliert werden. Zusätzliche Polizisten sollen aber nicht eingesetzt werden. In den vergangenen Jahren seien rund zum den 1. Mai "keine negative Erfahrungen" gesammelt worden, so ein Kreissprecherin.

Bereitschaftspolizei im Einsatz

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass in Rheinland-Pfalz zur Unterstützung voraussichtlich 110 zusätzliche Kräfte der Bereitschaftspolizei im Einsatz seien - auch wegen angemeldeter Kundgebungen und Demonstrationen.

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