Symbolfoto zum Thema Geld und Finanzen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / pressefoto_korb | Micha Korb)

Beschluss für Doppelhaushalt im November

Mainz will knapp 300 Millionen Euro investieren - auch in Schulen und Kitas

STAND
AUTOR/IN
Markus Volland/Corinna Lutz

In Mainz ist der Doppelhaushalt für die beiden kommenden Jahre in den Stadtrat eingebracht worden. Die Planungen sehen ein Plus von über 300 Millionen Euro vor.

Die Stadt profitiert dabei in erster Linie von den Gewerbesteuereinnnahmen des Mainzer Impfstoff-Entwicklers BioNTech. Finanzdezernent Günther Beck (Bündnis 90/Die Grünen) sagte, dass die Stadt Investitionen von etwa 284 Millionen Euro plane. Das Geld soll dabei unter anderem in Schulen, Kindertagesstätten, in die Verkehrsinfrastruktur und die Feuerwehr investiert werden. Das Grün- und Umweltamt soll etwa 10 Millionen Euro bekommen.

Bürger können Haushaltsentwurf einsehen

Der Entwurf des Haushaltes kann bis zur Beschlussfassung Ende November auf der Internetseite der Stadt Mainz eingesehen und heruntergeladen werden.

Neben den Investitionen in Schulen, Kitas und in das "öffentliche Grün" soll ein weiterer Schwerpunkt im Bereich Klimaschutz liegen. Das sagte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) dem SWR.

Hohe Einnahmen Dank BioNTech

Schon im vergangenen Jahr hat die Stadt Mainz hohe Gewerbesteuereinnahmen durch den Corona-Impfstoffhersteller BioNTech gehabt. Damit hat sie einen Großteil ihrer Altschulden getilgt, hat in das Taubertsbergbad investiert und die Stadtwerke unterstützt.

"Wir würden gerne noch mehr investieren, aber wir finden keine Fachleute, die es umsetzen", sagt Ebling. Architekten oder Ingenieure, die beispielsweise einen Schulneubau planen und errichten könnten, seien derzeit nicht zu bekommen.

Geld wartet auf der Bank

Deshalb hat die Stadt Mainz auch derzeit viel Geld auf der Bank liegen, mehrere hundert Millionen Euro. Und dafür bekomme sie nun auch wieder Zinsen, freut sich Ebling.

Mainz muss auch abgeben

Allerdings muss die Stadt Mainz von dem Geld aber nun auch abgeben. Um finanziell klammen Kommunen zu helfen, gibt es den kommunalen Finanzausgleich. Städte, die hohe Steuereinnahmen haben, zahlen in einen gemeinsamen Topf ein. Städte, die dagegen nur geringe Steuereinnahmen haben, bekommen Zahlungen aus diesem Topf. Viele Jahre lang hat die Stadt Mainz aus diesem Topf Geld bekommen, jetzt ist es damit vorbei, nun muss sie einzahlen. Dabei handelt es sich nach Angaben von Ebling um 250 Millionen Euro.

Mainz

Hohe Steuereinnahmen Weitere Millioneninvestitionen für ein attraktives Mainz

Die Stadt Mainz profitiert von enorm hohen Gewerbesteuereinnahmen. Das liegt in erster Linie am Impfstoff-Hersteller BioNTech. Mit dem Geld hat Mainz einiges vor.  mehr...

Am Morgen SWR4 Rheinland-Pfalz

Mainz

Kommentar Mainz - von der armen Kirchenmaus zum Krösus

Noch gehört Mainz zu den Städten mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung. Bald wird das anders sein - auch dank der Steuer-Millionen von BioNTech. Ein Kommentar von Markus Volland.  mehr...

Mainz

50 Millionen Euro für Bürgerinnen und Bürger Das macht Mainz mit den Steuereinnahmen von BioNTech

Durch die Gewerbesteuer des Corona-Impfstoffherstellers BioNTech hat Mainz einen Überschuss von mehr als einer Milliarde Euro im Haushalt. Davon sollen jetzt alle profitieren.  mehr...

Mainz

Hohe Einnahmen durch Gewerbesteuer BioNTech saniert die Mainzer Stadtkasse

Schuldenfrei dank BioNTech! So könnte es bald für die Stadt Mainz aussehen. Denn der Corona-Impfstoff-Entwickler spült durch die Gewerbesteuer ordentlich Geld in die Kassen der Stadt.  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Mainz

Nationale und internationale Pressestimmen Geldsegen durch BioNTech: So schaut die Welt aufs "neureiche" Mainz

Bisher war Mainz über die Region hinaus vor allem als Fastnachtshochburg und Gutenbergstadt bekannt. Seit den Gewerbesteuereinnahmen durch BioNTech in Milliardenhöhe wird plötzlich weltweit über das "Wunder von Mainz" berichtet.  mehr...

STAND
AUTOR/IN
Markus Volland/Corinna Lutz