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Im Mainzer Haus des Erinnerns wird am Freitagabend eine Ausstellung zu den Euthanasieverbrechen der Nationalsozialisten eröffnet. Im sogenannten Raum der Namen werden nun auch die Namen von mehr als 400 Mainzerinnen und Mainzern präsentiert, die wegen ihrer Krankheit oder Behinderung vom NS-Regime verfolgt wurden. Zusammen mit den Mainzer Juden und Sinti und Roma hat das Haus des Erinnerns mittlerweile 1.700 Namen von Mainzerinnen und Mainzern gesammelt, die von den Nazis ermordet wurden. Im Raum der Namen werden sie gemeinsam an die Wand projiziert und einzeln vorgelesen. Der Historiker Christoph Schmieder hat für das Haus des Erinnerns die Mainzer Opfer und ihre Geburtsjahre ermittelt. Auf zwölf Leinwänden gibt es außerdem Informationen über die nationalsozialistische Rassenpolitik, den Ablauf der Euthanasieverbrechen und Lebensläufe von Mainzer Opfern. Die Ausstellung ist bis zum 17. März im Haus des Erinnerns geöffnet und soll anschließend unter anderem an Schulen verliehen werden.

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