Der Mainzer Dom im erstrahlt auch zu Corona-Zeitem im weihnachtlichen Lichterglanz   (Foto: dpa Bildfunk, Andreas Arnold (picture-alliance/dpa))

Weihnachten unter Corona-Bedingungen

Kirchen in Rheinhessen-Nahe bieten Alternativen für Heiligabend

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Wegen der Corona-Krise ist dieses Weihnachten alles anders. Auch der klassische Gottesdienst ist nicht überall möglich. In Rheinhessen und an der Nahe bieten viele Gemeinden deshalb Alternativen an.

Angesichts der verschärften Corona-Maßnahmen bis zum 10. Januar weitet das Mainzer Bistum an Weihnachten seine Online-Angebote aus: Die Christmette am 24. Dezember um 17:30 Uhr sowie der Weihnachtsgottesdienst am 25. Dezember mit Bischof Peter Kohlgraf werden live auf dem YouTube-Kanal des Bistums gestreamt.

In der Evangelische Kirchengemeinde Alzey findet der Gottesdienst an Heiligabend in diesem Jahr sogar ausschließlich online statt. Der Live-Stream wird demnach ab 15 Uhr auf YouTube übertragen. Das ZDF sendet an Heiligabend um 19:15 Uhr einen evangelischen Gottesdienst aus Ingelheim. Ob ein Gottesdienst als Live-Stream angeboten wird oder nicht, lässt sich in der Regel auf der Homepage der jeweiligen Kirchengemeinde nachlesen.

Ein Online-Gottesdienst auf dem Laptop mit Kerze (Foto: SWR)
Viele Gemeinden in Rheinhessen und an der Nahe streamen ihre Weihnachtsgottesdienste im Internet.

Offene Kirchen in Mainz und Worms

In den evangelischen und katholischen Innenstadtgemeinden in Worms wird an Heiligabend ein ökumenisches "Weihnachten to go" angeboten. Wie das Katholische Dekanat Worms und das Evangelisches Dekanat Worms-Wonnegau mitteilen, sind der Wormser Dom, die Dreifaltigkeitskirche, die Magnuskirche, St. Martin, die Pauluskirche sowie die Friedrichskirche den Tag über geöffnet. Zudem stünden Tüten mit einem ökumenischen Weihnachtsgruß bereit. In den Tüten befänden sich unter anderem Anregungen, wie man auch zuhause unterm Weihnachtsbaum, allein oder mit der Familie, die Heilige Nacht mit einer kleinen Andacht gestalten könne.

Um Besucherströme zu vermeiden, veranstaltet die evangelische Christuskirche in Mainz am 24. Dezember eine "Offene Weihnachtskirche". Zwischen 14 und 24 Uhr ist die Christuskirche für die Gläubigen geöffnet. Es gibt Orgelmusik und Lesungen aus der Bibel. Jeder soll für sich Andacht halten und beten können. Eine Anmeldung ist nach Angaben der Gemeinde nicht erforderlich, es würden aber die Kontaktdaten aufgenommen.

Gemeinsames Singen trotz Pandemie

Weil das Singen in den Gottesdiensten verboten ist, hat sich das katholische Dekanat Mainz-Stadt eine Alternative überlegt: Am 24. Dezember soll es in Mainz ein grenzübergreifendes Balkon-Konzert geben. Das Dekanat ruft dazu auf, um 21 Uhr gemeinsam das traditionelle Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" zu singen. Alle könnten mitmachen und auf dem Balkon, im Hof, am Fenster oder irgendwo anders mitsingen oder musizieren. Nach Angaben des Dekanats zieht die Idee schon über Mainz hinaus Kreise.

Weihnachtsgottesdienste im Freien

Im evangelischen Dekanat Nahe-Glan haben sich die meisten Gemeinden für Freiluftgottesdienste entschieden. Die Bad Kreuznacher Kirchengemeinden haben Alternativen zu den Gotteshäusern gesucht. So soll es nach dem jetzigen Stand am 24. Dezember einen ökumenischen Gottesdienst im Moebusstadion in Bad Kreuznach oder im Kurpark von Bad Münster geben.

Die Kirchengemeinde Roxheim hat sogar eine "mobile Kirche" eingerichtet. Auf einem Anhänger wurde eine Miniaturversion der Roxheimer Kirche nachgebaut - inklusive Altar, mobiler Kanzel und Orgel. An Heiligabend macht die mobile Kirche ihre Runde durch die Gemeinde und hält jeweils einen Gottesdienst in Gutenberg, Hargersheim und Roxheim ab.

Kaum Präsenzgottesdienste

Wegen der verschärften Corona-Beschränkungen haben zahlreiche evangelische Gemeinden in Rheinhessen ihre Präsenzgottesdienste an den Weihnachtsfeiertagen abgesagt. In den katholischen Kirchen finden die Gottesdienste unter strengen Corona-Maßnahmen statt. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf bittet die Gläubigen, sich unbedingt an die Corona-Regeln zu halten. Risikogruppen sollten genau überlegen, ob sie an Heiligabend in die Kirchen kommen. Eine Anmeldung sei zwingend erforderlich und die meisten Gottesdienste an den Festtagen sind laut Bistum bereits ausgebucht.

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