In der Nacht auf Freitag gegen 2:20 Uhr knallte es im Mainzer Stadtteil Mombach. Laut Polizei wurde ein freistehender Geldautomat im Westring gesprengt. Der Automat gehört der Volksbank. Nach der Sprengung sammelten laut Polizei drei Täter noch Geld ein und flüchteten in einem schwarzen Audi RS 6. In der Kreuzstraße in Mombach stießen sie jedoch mit einem Streifenwagen zusammen. Dabei wurde das Auto der Täter so schwer beschädigt, dass sie aussteigen mussten, um zu Fuß wegzulaufen.
Täter flüchteten in ein Wohngebiet
Die Täter rannten laut Polizei in ein Wohngebiet in Mainz-Mombach. Die Umgebung wurde von der Polizei abgesucht, doch die Täter wurden nicht gefunden. In dieser Zeit kreiste auch der Polizeihubschrauber über das Stadtgebiet. Da sich in dem Fluchtfahrzeug Sprengstoff befand, wurde das Material von Entschärfungsexperten des Landeskriminalamtes aufwendig gesichert und später auf einer Freifläche vernichtet. Aus diesem Grund mussten laut Polizei etwa 40 Anwohnerinnen und Anwohner für mehrere Stunden ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Betreut wurden die Menschen vom Rettungsdienst, der Verkehrsbetrieb Mainzer Mobilität stellte einen Stadtbus zur Verfügung, in dem sich die Anwohner aufhalten konnten.
Überregionale Fahndung
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Sprengung habe man umliegende Polizeidienststellen alarmiert, heißt es von Seiten der Polizei in Mainz. Unterstützt werde man auch von der hessischen Polizei.
Erste Zeugen haben sich gemeldet
Noch während des Einsatzes in Mainz-Mombach meldeten sich erste Zeugen und Anwohner bei der Polizei. Zum Teil wurden Gegenstände gefunden, auf denen sich möglicherweise Spuren von den Tätern befinden. In einer Mitteilung am Freitagvormittag bedankte sich die Mainzer Polizei ausdrücklich bei den Bürgerinnen und Bürgern für diese Unterstützung und bat um Verständnis, dass Straßen abgesperrt und Häuser evakuiert werden mussten. Inzwischen hat die Kriminalpolizei Mainz die Ermittlungen übernommen. Die Polizei weist daraufhin, Gegenstände, die nach der Sprengung gefunden werden, nicht anzufassen, weil sich auf diesen Dingen noch Fingerabdrücke der Täter befinden könnten. Wer Hinweise hat, kann sich telefonisch an die Mainzer Polizei wenden, Telefon: 06131/653633.