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Das sonnige und milde Wochenende lockte viele Menschen in Rheinhessen am Wochenende nach draußen. Die Ordnungsämter kontrollierten deshalb verstärkt.

Städte und Gemeinden in der Region hatten im Vorfeld dazu aufgerufen, sich draußen bei dem schönen Wetter weiterhin an die die Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Vor allem die Rheinufer sind bei Spaziergängern, Fahrradfahrern und Joggern ein beliebtes Ziel. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind dort nach Angaben der Kommunen auch unterwegs. Das Forstamt Rheinhessen bat Spaziergänger darum, zum Schutz der Tiere in den Wäldern, nicht die Wege zu verlassen und die Hunde an der Leine zu führen.

Am Mainzer Rheinufer gab es bereits in den vergangenen Tagen einen Vorgeschmack aufs Wochenende. Viele Menschen waren dort unterwegs - zu Fuß oder mit dem Rad. Bereits am vergangenen Wochenende tummelten sich bei noch frostigen Temperaturen zahlreiche Ausflügler auf den Eisflächen in Rheinhessen. An diesem Wochenende waren noch mehr Menschen draußen unterwegs, wenn es wärmer wird und der Frühling eine erste Aufwartung macht.

Das Mainzer Ordnungsamt hatte daher verstärkte Kontrollen angekündigt und berichtete bereits am Samstag von großem Andrang auf den Grünflächen. Man setze zunächst auf den Dialog, sagte Ordnungsamtsleiter Ulrich Helleberg. Sollten die Menschen uneinsichtig sein, würden seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Bußgeld verhängen.

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Wiesbaden nimmt Spielplätze ins Visier

In der Mainzer Nachbarstadt Wiesbaden kontrollierte die Stadtpolizei nicht nur das Rheinufer wie etwa in Mainz-Kastel, sondern vor allem auch die Spielplätze. Es sei wichtig, dass diese nicht zu voll würden, heißt es aus der Stadtverwaltung. Zuletzt habe die Stadt einen Spielplatz schließen müssen, weil dieser komplett überfüllt gewesen sei. Wie in Mainz setzten die Ordnungshüter zunächst auf den Dialog, erst bei fehlender Einsicht wurde zur Kasse gebeten.

Keine besonderen Kontrollen in Bingen

In Bingen und Bad Kreuznach gab man sich vor dem Frühlingswochenende gelassen. Auch wenn auf dem Binger Kulturufer am Rhein immer viele Menschen unterwegs seien, werde die Stadt nicht gesondert kontrollieren, so eine Sprecherin im Vorfeld.

Gleiches galt für Bad Kreuznach. Ordnungsdezernent Markus Schlosser sagte dem SWR, dass die Menschen sich in den vergangenen Wochen sehr vorbildlich an die Corona-Regeln gehalten hätten, sowohl was das Tragen von Masken betreffe als auch das Einhalten der Abstandsregeln. "Die Menschen sind inzwischen so vernünftig, dass einem tollen Sonnenwochenende nichts im Wege steht."

Appell aus dem Wald

Viel los im Lennebergwald (Foto: SWR)
Im Mainzer Lennebergwald sind immer viele Menschen unterwegs

Auch die Forstämter in Rheinhessen rechneten mit vielen Besucherinnen und Besuchern. Der Wald werde ein immer beliebteres Ausflugsziel. Das habe Auswirkungen auf die Tiere: Es gebe immer mehr Wildunfälle. Förster Josche Erbes vom Forstamt Rheinhessen hatte daher an alle appelliert, unbedingt auf den Wegen zu bleiben. "Die Wildtiere sind es gewohnt, dass Menschen durch den Wald spazieren. Aber wenn Menschen plötzlich ins Unterholz laufen, werden die Tiere aufgeschreckt." Zudem bat er darum, dass Hunde unbedingt an der Leine geführt werden.

Rheinland-Pfalz

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