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Weniger Flüge und weniger Passagiere haben den Flughafenbetreiber Fraport nach eigenen Angaben tief in die roten Zahlen gerissen. Vorstandschef Schulte sieht dennoch Licht am Ende des Tunnels.

Bei einem Rückgang des Umsatzes um mehr als die Hälfte fiel ein Verlust von 690 Millionen Euro an, das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. "Der Luftverkehr war und ist von der Covid-19-Pandemie betroffen wie kaum eine andere Branche", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Doch sehe man Licht am Ende des Tunnels. Er rechnet mit einer Erholung spätestens im Sommer, da der Fortschritt beim Impfen und Testen das Reisen wieder möglich machen könnte.

Der kräftige Anstieg der Ticketbuchungen nach dem Ende der Reisewarnung für Mallorca vor wenigen Tagen spielt in der Gesamtprognose der Fraport-Spitze hingegen keine Rolle. Mehrere Fluggesellschaften wie Lufthansa und ihre Tochter Eurowings, die Ferienflieger Condor und Tuifly sowie der irische Anbieter Ryanair haben ihr Flugangebot für die Osterferien deutlich aufgestockt.

Weiterhin niedrige Passagier-Zahlen

Das Passagieraufkommen am größten deutschen Flughafen in Frankfurt brach gegenüber dem Vorjahr um etwa 73 Prozent auf 18,8 Millionen Reisende ein. Im Vorkrisenjahr 2019 hatte der Flughafenbetreiber noch mehr als 70 Millionen Fluggäste gezählt.

Tausende Arbeitsplätze fallen weg

Die Dividende soll nicht nur für das Jahr 2020 ausfallen, sondern auch für das Jahr 2021. Aufgrund der Krise baut der Flughafenbetreiber bis Ende dieses Jahres nach eigenen Angaben etwa 4.000 Arbeitsplätze ab. Etwa 2.200 Beschäftigte seien schon gegangen, größtenteils durch Altersteilzeit oder mit Abfindungen. Die Mitarbeiterzahl weltweit sank um zehn Prozent auf rund 21.200.

Terminal 3 wird gebaut

Unter dem Strich erwartet Fraport auch im laufenden Geschäftsjahr einen Verlust. Mit liquiden Mitteln, Kreditlinien und Finanzierungen von mehr als drei Milliarden Euro sei das Unternehmen aber gut aufgestellt, die Krise zu bewältigen, heißt es von Seiten des Vorstandes. Das Unternehmen werde auch weiter investieren. So hält Fraport am Bau von Terminal 3 in Frankfurt fest, wenn auch die ersten Flugsteige erst im Jahr 2026 und damit später als ursprünglich geplant in Betrieb gehen sollen.

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