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Der Feldhamster gehört inzwischen zu den meist gefährdeten Säugetieren Westeuropas und steht ganz oben auf der Roten Liste. In Mainz zeigt nun ein Projekt zum Schutz des Feldhamsters erste Erfolge.

Das haben die vier Projektbeteiligten mitgeteilt. Dazu gehören das Landesamt für Umwelt, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, die Stadt Mainz und die Stiftung Natur und Umwelt. Anfang Juni hat ein Landwirt aus Mainz-Ebersheim für das Pilotprokekt eines seiner Felder zur Verfügung gestellt.

Zaun und Stoppeln

Nach Angaben der Verantwortlichen wurde das Feld eingezäunt, so dass der Hamster vor Fressfeinden, wie zum Beispiel Füchsen, geschützt ist. Außerdem wird die Fläche "hamstergerecht" bewirtschaftet. Das heißt zum Beispiel, dass bestimmte Getreidesorten angebaut und dass nach der Ernte noch hohe Stoppeln stehen gelassen werden.

Seit Beginn der Maßnahmen hätten sich die Feldhamster dort wieder erfolgreich vermehrt, so die Sprecherin. Das Projekt in Mainz-Ebersheim soll deshalb fortgesetzt und ergänzt werden. Dazu fänden derzeit Gespräche statt.

Sorgenkind Feldhamster

Der Feldhamster ist akut vom Aussterben bedroht. In Rheinland-Pfalz wurden die letzten bekannten Vorkommen schwerpunktmäßig in Rheinhessen zwischen Mainz, Alzey und Worms erfasst. Die Gründe für den Rückgang liegen nach Angaben der Tierschützer in der veränderten Landwirtschaft mit Monokulturen, intensivierter Landnutzung und neuen Anbau- und Erntemethoden. Aber auch die globale Erwärmung und der anhaltende Flächenverbrauch für Siedlungen, Industriegebiete und Infrastruktur setzten den Hamstern zu.

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